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Digital Marketing Kickoff 2016

4 Autoresponder-Taktiken nach der Konversion, mit denen du deine Leads am Leben erhältst

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Erwecke deine Leads zu neuem Leben mit einem ansprechenden Autoresponder. Bildquelle: leonintang/Shutterstock

Es herrscht kein Mangel an hochwertigem Online-Content zur Optimierung deiner Landing Pages  – ultimative Guides, Best Practice und Erläuterungen zum perfekten Aufbau.

Leider ignoriert der Großteil dieses fantastischen Contents, was passiert, nachdem der Besucher konvertiertUnd genau zu diesem Zeitpunkt, liebe Leute, beginnt das Landing-Page-Sterben.

Mit anderen Worten – außer du hast einen Plan für das, was passiert, nachdem sich jemand angemeldet hat oder “Ja” sagt, könnte all die Mühe, die du dir gemacht hast, umsonst gewesen sein. Die große Chance, die du hattest, um mit ihm zu interagieren, ist vertan.

Deshalb sollte man einen authentischen, ansprechenden Autoresponder bauen, mit dem man von Anfang an eine Beziehung zum zukünftigen Kunden aufbaut – egal, ob es sich um eine Bestätigungs-E-Mail, einen Download-Link oder auch nur ein freundliches “Vielen Dank für die Anmeldung” handelt.

Dazu sehen wir uns vier bewährte Taktiken an, die deine Landing Page garantiert am Leben erhält… nachdem ein Lead entstanden ist.

Tech Inbound Sessions

1. Gib ihnen, wonach sie fragen

Hier die bittere Wahrheit: die Leute melden sich nicht bei dir an, weil sie dich so mögen oder weil sie mehr über dich und die großartigen Produkte deiner Firma wissen wollen.

Nein, sie melden sich an, weil sie etwas haben wollen, das du anbietest… was du ihnen direkt anbietest oder was sich für sie eignet. Dieses Angebot kann von einem E-Book bis zu einem Branchenbericht, einer kostenlosen Coaching-Session, oder einem einfachen E-Commerce-Rabatt reichen.

Egal, was du anbietest: Das Schlimmste, was du machen kannst, wenn sich jemand angemeldet hat, weil er etwas von dir will, ist, es ihm vorzuenthalten.

Das klingt erst mal offensichtlich, aber sogar Unternehmen auf Konzernebene können den Bestätigungsprozess gegen die Wand fahren.

Sehen wir uns zum Beispiel die Plattform Seeking Alpha an.

Vor zwei Wochen habe ich mich für ein kostenloses Konto bei Seeking Alpha angemeldet. Ich hatte die kürzliche  Facebook-Anzeigen-Kampagne von Lowes Heimwerkermarkt unter die Lupe genommen und etwas gefunden, das nach einer Goldmine aussah: das Anruf-Transkript zu den Finanzergebnissen von Robert Niblock, dem CEO von Lowe’s Companies’ (LOW) auf Q3 2015 .

Ich verschlang die ersten beiden Seiten des Transkripts, aber als ich versuchte, die dritte Seite zu lesen, erschien dieses Pop-Up:

read-transcript-overlay

Natürlich hatte ich durch die ersten beiden Seiten schon Zeit investiert, deshalb füllte ich das Formular aus und klickte auf “Anmelden”.

Und dann fing der Albtraum an.

Zuerst zeigte Seeking Alpha diese normale “Dankeschön”-Seite an:

seeking-alphabet-thank-you-page

Im Glauben, dass ich schon ein Konto erstellt hatte, indem ich ihnen meine E-Mail-Adresse und mein Passwort gegeben hatte, klickte ich auf “Login”. Daraufhin wurde ich zur “Anmeldung für Mitglieder”-Seite weitergeleitet und füllte dort die Felder aus.

Aber zu meiner Überraschung – obwohl ich die gleiche E-Mail-Adresse und das gleiche Passwort verwendete – erschien diese Fehlermeldung:

seeking-alphabet-sign-in-page

Etwas entmutigt, aber immer noch gespannt auf die dritte Seite, schaute ich auf meinen Posteingang, wo mich diese Bestätigungsmail erwartete:

seeking-alpha-confirmation-email

Ich dachte mir: “Schön, jetzt muss ich nur noch meine Anmeldung bestätigen und dann … ahoi, Seite drei.”

Aber als ich “Bestätige deine Anmeldung” klickte, erhielt ich ein weiteres Formular, das aus drei Schritten bestand:

 

customize-seeking-alpha

step-2-seeking-alpha

seeking-alpha-step-3

Nachdem ich eine Reihe von weiteren untergliederten Fragen beantworten, mich auf einer weiteren Liste eintragen und vier oder noch mehr Aktien angeben musste, um weitermachen zu können, war ich mir sicher, dass “Speichern und fortfahren” mich schließlich zur ersehnten Seite drei führen würden.

Falsch gedacht.

Anstelle von Seite Drei erschien ein unangekündigter vierter Zwischenschritt, wo von mir verlangt wurde, meine Telefonnummer anzugeben, um “Die App zu erhalten” – wofür ich in meinen vorherigen Kommentaren nicht das geringste Interesse gezeigt hatte. Ich benutzte in dem Moment noch nicht einmal ein mobiles Gerät:

seeking-alpha-get-theapp

Aber wie gerne ich doch Seite Drei lesen wollte! Also tippte ich meine Telefonnummer ein, klickte auf “Link als SMS senden” und hoffte inständig, dass ich endlich das erhalten würde, wonach ich gefragt hatte.

Tragischerweise – du hast es dir wahrscheinlich schon gedacht – erhielt ich … nichts.

Keine Weiterleitung, keine “Dankeschön”-Seite, keinen Link, keine Seite Drei. Nichts. Nur eine Sackgassenseite ohne nächsten Schritt. Um letztendlich Seite Drei zu erreichen, musste ich zurück zur Login-Seite und den gesamten Suchprozess durchlaufen.

Insgesamt musste man zehn unterschiedliche Screens durchgehen, um von der zweiten zur dritten Seite des Berichts zu gelangen, nach dem ich ursprünglich gefragt hatte.

Die Moral von der Geschichte?

Es gibt etwas, was allen heilig ist: Zeit. Außerdem respektieren Menschen andere Menschen, die ihre Zeit respektieren. Wenn sich jemand in deinen E-Mail-Verteiler einträgt, dann will er nur das, worum er gebeten hat.

Und hier kannst du auf zwei Arten vorgehen.

Achte darauf, dass dein ursprünglicher Autoresponder einen direkten Link zu dem Angebot, wofür sich dein neuer Lead angemeldet hat, führt.

Wann immer sich zum Beispiel jemand für meine Ultimative Checkliste beim Erstellen von Content anmeldet, verwende ich den Autoresponder-Workflow von GetResponse, um ihnen eine einfache, kurze E-Mail mit nur einem Link zur Quelle zu schicken:

content-creation-checklist

Wenn ein neuer Lead nicht innerhalb von 24 Stunden auf den Link klickt, dann erhält er eine E-Mail, die sich noch mehr auf das Wesentliche beschränkt, mit einer freundlichen Erinnerung:

did-you-miss-it

Erstelle nach deiner Formular-Seite eine Weiterleitung oder ein Pop-Up, die Neuanmeldungen einen direkten Zugang bieten

So sieht es in dem neuen E-Book von Unbounce und Onboardly, The Growth Marketer’s Guide to Landing Page Optimization, aus. Sobald man den Fragebogen ausfüllt, erscheint dieses Pop-Up.

onboardly-unbounce

Zack – einfach so und ich bin drin.

Was lernen wir daraus?

Verschwende die kostbare Zeit deiner zukünftigen Kunden nicht mit sinnlosen E-Mails, weiteren Fragen oder indem du sie zu irgendwelchen Kunststückchen zwingst.

Gib ihnen einfach wonach sie gefragt haben.

2. Fang eine Unterhaltung an

Genau wie die erste Taktik, sollte die zweite offensichtlich sein.

Leider ist dem nicht so.

Unsere Bestätigungs-E-Mails und Autoresponder sind vollkommen eintönig. Sogar wenn sich jemand die Zeit nimmt, um den Autoresponder individuell anzupassen, sind die Unterhaltungen einseitig. Warum? Weil wir vergessen haben, dass sich hinter jedem Computerbildschirm ein echter, lebender Mensch befindet.

Das Ergebnis ist, dass wir eine persönliche E-Mail aus meilenweiter Entfernung von einer persönlichen unterscheiden können.

So sollte es aber nicht sein. Wenn man es richtig macht, kann man dem Anderen nicht nur das Gefühl geben, dass er mit einer anderen Person spricht… man kann ihn sogar dazu bringen, zu antworten.

Unmöglich? Ist es nicht.

Genau das ist zum Beispiel passiert, als sich Oli Gardner für Sujan Patels E-Book angemeldet hat.

Wie Oli auf dem Unbounce-Podcast berichtet:

“Vor zwei Tagen habe ich ein E-Book von Sujan Patel heruntergeladen. … Und dann begann die Zauberei, weil ich eine E-Mail erhielt, eine automatisierte E-Mail, die so gut gemacht war, dass ich sie für echt hielt.

Er hatte sie so konzipiert, dass es klang, als würde er mich wiedererkennen.

Und deshalb antwortete ich darauf.

Und dann sah ich mir die E-Mail noch einmal an und kapierte es erst: “Wow! Er hat mir diese E-Mail überhaupt nicht direkt geschrieben, es handelt sich um einen Autoresponder.”

Sujans Autoresponder ist Beweis dafür, dass du aus dem Nichts eine Unterhaltung beginnen kannst:

sujan-patel-email

Darüber hinaus erreichst du mit diesen echten menschlichen Unterhaltungen gewinnsteigernde Ergebnisse. In meinem eigenen umfangreichen Optimierungsleitfaden für Landing Pages fragte ich Sujan, wie gut seine Unterhaltungstaktik funktioniert:

“Erstens klicken 6,6% der Leute, die sich für meinen Blog anmelden, auf den Link zu einem meiner zwei Software-Produkte — Narrow.io oder ContentMarketer.io — oder auf eines meiner zwei Bücher. Und bei 39% dieser Klicks ergeben sich daraus Conversions, entweder für einen Testlauf des Produkts oder einen Bücherkauf.

Zweitens kaufen 12% derjenigen, die mein E-Book ansehen, das gesamte Buch und weitere 3% probieren Narrow.io oder ContentMarketer.io aus.

Drittens kaufen 1,9% der Menschen, die mein E-Book kaufen, auch das andere Buch und weitere 15% probieren Narrow.io oder ContentMarketer.io aus.”

Vergiss nicht, dass diese großen Nummern alle nur durch einfache und plauderartige E-Mails wie die oben generiert werden.

Um deine eigene menschliche Unterhaltung zu starten, solltest du zwei Regeln beachten.

Schreib so, wie du redest

Mach nicht den Fehler und versuche, deinen neuen Kontakt zu beeindrucken, indem du Fachsprache, formelle Einführungen oder Unternehmerkauderwelsch verwendest.

Lies dir deine E-Mails einfach laut vor, und wenn sie nicht so klingen, als würde sich ein Mensch mit einem anderen unterhalten, dann überarbeite sie so lange, bis sie es tun.

Vor allem solltest du kurze Wörter, kurze Sätze und kurze Absätze verwenden und (natürlich) kurze E-Mails schreiben.

Sieh dir als Vorlage Henneke Duistermaats erste E-Mail an, die man bekommt, wenn man sich für ihren Snackable Writing Course anmeldet:

henneke-autoresponder

Personalisiere deine E-Mails

Eine eingehende Personalisierung – vor allem bei E-Commerce – enthält eine Menge fortgeschrittener Segementierungs-Features, das Taggen von Kunden und Leads, die Koordinierung von Produktangeboten, Angebote zu weiteren Käufen, E-Mails zum Verlassen des Einkaufswagens und sogar Strategien außerhalb der Webseite wie Retargeting. Dabei kann einem schnell schwindlig werden.

Bei deiner ersten E-Mail, solltest du nicht zuviel nachdenken.

Obwohl es technisch gesehen keine Bestätigungs-E-Mail ist, trifft Inbound.org den Nagel auf den Kopf, wenn es um menschlichere Personalisierung geht. Aufgrund des schlichten Formats, der persönlichen Anrede und der Tatsache, dass es in ihren E-Mails ausschließlich um Themen geht, für die Nutzer bereits Interesse gezeigt haben, will ich Ed ständig direkt zuschreiben:

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3. Stell eine Frage

Unterschätze nie die Macht einer guten Frage.

Warum?

Weil das menschliche Gehirn darauf programmiert ist, sich automatisch mit einer Frage zu beschäftigen.

Neurologisch handelt es sich hierbei um den “Zeigarnik-Effekt”, benannt nach dem russischen Psychologen, der ihn entdeckt hat.

Die Macht einer guten Frage liegt in ihrer Fähigkeit, jemanden einzunehmen, zu verführen und vor allem darin, jemand zu einer Antwort zu animieren. Deshalb beginnen einige der erfolgreichsten Werbungen überhaupt mit einer Frage:

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Anstatt sein Publikum zu beleidigen, indem er ihm seine Defizite vorhielt, machte Maxwell Sackheims Anzeige neugierig  und bringt seit 40 Jahren die Menschen dazu, direkt zu antworten.
In John Caples Klassiker Tested Advertising Methods wird der Punkt “Lass deine Überschrift eine Frage stellen” als  bewährte Methode für das Verfassen von “Überschriften und direkten E-Mail-Teasern” angeführt.

Natürlich sind diese Theorie und das Beispiel noch älter als eine ganze Generation. Funktionieren Fragen also noch?

Absolut.

Ende des letzten Jahres berichtete Retention Science, dass Zeichensetzung [in der Betreffzeile einer E-Mail] die E-Mail-Öffnungsrate beeinflusst,” und zwar signifikant:

Das Hinzufügen von Zeichensetzung erhöht die Öffnungsrate um 9 Prozent.

Und kannst du erraten, welche Zeichensetzung die größte Conversion Rate hervorrief?

Es war das Fragezeichen:

Fragezeichen sind besonders effektiv, um Empfänger einzubinden. Die Studie hat ergeben, dass Betreffzeilen mit Fragezeichen Öffnungsraten haben, die 44 Prozent höher sind als solche mit Ausrufezeichen.

Die Anwendung dieses Prinzips auf deinen Autoresponder sollte klar sein: Füge eine Frage hinzu.

Natürlich kann man in seinen E-Mails sehr leicht Fragen einbauen – rhetorisch oder sonst wie. Zum Beispiel, stellt Neil Patel von Quick Sprout zwei Fragen und ermutigt den Leser zu antworten:

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Allerdings lässt sich diese Taktik noch besser anwenden, wenn man seine erste E-Mail auf einer einzigen, vorantreibenden Frage aufbaut, die deinem Publikum wichtig ist … und nicht unbedingt nur dir.

Genau das macht Ann Handley. Wenn man sich für Anns Verteiler anmeldet, erhält man als erste E-Mail folgendes:

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Auch auf die Gefahr hin, mich hier auf eine Metaebene zu begeben, beantwortete ich die Frage-E-Mail mit einer eigenen Frage:

ann-handley-email

Und weißt du, was Ann gemacht hat?

Sie hat mir tatsächlich geantwortet:

“Als ich zuerst die Option für ein E-Mail-Abonnement bei AnnHandley.com eingeführt habe, dankte ich Neuanmeldungen, so wie jetzt auch. Aber die Frage war anders: Ich bat sie, den innovativsten oder interessantesten Content, den sie kürzlich gesehen hatten, zu teilen. Ich suchte nach etwas, was ihnen gefiel… oder was sie überraschend fanden. Weil ich immer auf der Suche nach Beispielen für herausragenden Content war, wie ich ihnen erklärte.

Etwas 10% derjenigen, die sich anmeldeten, antworteten tatsächlich mit Content-Beispielen.

Nach und nach bemerkte ich, dass die Antwortrate ziemlich dürftig war, besonders wenn man meine aufgeschlossene Herangehensweise bedachte.

Mir wurde klar, dass es daran liegen könnte, dass es bei meiner Anmerkung hauptsächlich um MICH ging – sag mir, was dir gefällt, weil ich immer nach guten Beispielen suche. Es ging nicht um den Abonnenten. Es ging nicht darum, was ich für sie tun konnte.

Deshalb schrieb ich die Willkommens-E-Mail um, so dass es mehr um den Abonnenten als um mich ging.

Ich stellte die sehr einfache Frage: Warum bist du hier? Was möchtest du gerne herausfinden?

Jetzt antworten mir ungefähr 60% der Abonnenten. Und wenn sie mir antworten… versuche ich immer ZURÜCKZUSCHREIBEN. Natürlich verpasse ich es manchmal bei dem ein oder anderen… aber ich versuche es nicht zu tun. Ich schreibe kein Buch – aber ich bestätige ihre Antwort. Den Menschen gefällt es, dass ich die Anworten tatsächlich ansehe. Ich erhalte sehr viele “Wow, ich kann nicht glauben, dass du geantwortet hast”-E-Mails zurück.

Interessant, wie viel ein kleiner Zeitaufwand und etwas Zuwendung bringt.”

Genau so ist es. Und es fängt mit einer Frage an.

4. Biete unerwarteten Nutzen an

Gib’s zu. Du liebst Überraschungen. Klar, wer tut das nicht?

Überraschungspartys, unerwartete Geschenke, gute Nachrichten aus dem Nichts. Wir alle lieben das Gefühl, ein kleines Extra in unserem Leben zu erhalten, wenn wir es nicht erwarten.

Das einzige Geheimnis von Erfolg –egal, um welche Branche es sich handelt – ist eigentlich gar kein Geheimnis: biete nicht nur einen Nutzen… biete einen größeren Nutzen als jeder andere.

Der großartige Tony Robbins hat dieses grundlegende Prinzip in seinem letzten Buch Money: Master the Game bekräftigt:

Money is nothing more than a reflection of your creativity, your capacity to focus and your ability to add value and receive back.

If you can find a way to create value — that is, add value for a massive number of people — you will have an opportunity to have a massive amount of economic abundance in your life.

Was für einen Großteil der Weltbevörlkerung zutrifft, trifft auch auf deine Abonnenten zu.

Diese vierte Taktik – biete unerwarteten Nutzen – erhöht die Loyalität deiner neuen Leads, baut eine Beziehung und Vertrauen auf und baut auf dem überzeugenden Prinzip von Gegenseitigkeit auf, indem es ihre Erwartungen übersteigt.

Wenn sich jemand zum Beispiel für einen kostenlosen SEO-Bericht zum Herunterladen anmeldet, könntest du sehr einfach eine kostenlose Checklist von einer Seite oder eine Webseiten-Überprüfung als Dankeschön anbieten.

Wenn sie sich andererseits anmelden, um mehr über ein Unternehmen zu Ernährungs-Coaching zu erfahren, könntest du sie mit einer detailierten Liste einfacher Rezepte zum Abnehmen überraschen.

Es geht darum, dass deine Nutzer diese Dinge nicht erwartet haben und das, was sonst nur ein weiterer Lead-Magnet wäre, wegen des Überraschungsfaktors sehr viel mehr Nutzen anbietet.

Wenn du dich zum Beispiel für eine von Robbie Richards Fallstudien anmeldest, dann überrascht er dich, indem er dir eine weitere Fallstudie schenkt:

robbie-richards-email

Derek Halpern, der Autor von Social Triggers, verwendet das gleiche Prinzip. Nachdem du dich anmeldest, um eines seiner Arbeitsblätter herunterzuladen, erhältst du ein “Überraschungsgeschenk”.

derek-halpern-email

Erinnerst du dich an Sujan Patels Unterhaltungs-E-Mail? Wenn man sich für seinen Blog anmeldet, erhalten Leser “einige meiner besten Posts bis zu meinem nächsten Newsletter”:

sujan-pattel-email

Brian Dean von Backlinko? Jepp, er macht es genauso:

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Sogar Ramsay Taplin von Blogtyrant.com verwendet diese Taktik. Achte darauf, dass er nicht nur unerwartete Ressourcen zur Verfügung stellt, er bietet auch Unterhaltungs-Tipps an und eine Einladung, sich direkt an ihn zu wenden:

tyrant-troops-email

Was haben all diese Autoresponder für den Erstkontakt gemeinsam?

Sie alle bieten unerwarteten Zusatznutzen an … und das solltest du auch tun.

Lass deine Landing Page nicht einfach sterben

Klar, ultimative Leitfäden, Best Practices und Erläuterungen zum perfekten Aufbau gibt es zuhauf. Und es ist klug, deine Elemente auf der Seite auf maximale Conversion Rate zu optimieren.

Aber das heisst nicht, dass du einfach über das, was danach kommt, wegschauen kannst, also was nach der Seite kommt.

Folge einfach diese vier bewährten Taktiken, um sicherzustellen, dass deine Landing Page weiterlebt:

  1. Gib ihnen, wonach sie gefragt haben
  2. Fange eine Unterhaltung an
  3. Stell eine Frage
  4. Biete unerwarteten Nutzen

Hast du einen bevorzugten Autoresponder-Tipp? Dann teile ihn unbedingt in den Kommentaren … vor allem, wenn er dich dazu bewogen hat, zurückzuschreiben.

Dieser Artikel wurde von unserem Unbouncer Ben Harmanus für den deutschen Blog angepasst. Er freut sich über deinen Kommentar und beantwortet gerne deine Fragen!

Über Aaron Orendorff
Aaaron Orendorff ist durch seine regelmäßigen Publikationen auf Entrepreneur, Fast Company, Business Insider oder Content Marketing Institute bekannt. Seine Mission ist es, die Welt vor schlechtem Content zu retten. Verbinde dich mit Aaron auf Twitter.
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Comments:

  1. Claudia Dieterle

    Hallo Aaron und Ben,

    da ich sehr viel auf Twitter unterwegs bin und dort automatische Nachrichten an neue Follower üblich sind, habe ich schon einiges erlebt. Es ist sehr schwierig eine persönliche Nachricht zu schreiben, die für alle neuen Follower passt. Ich habe z. B. mal eine automatische Mail bekommen, ob ich nicht einen Blog erstellen möchte und Tipps dafür brauche. Total unpassend, wenn so eine Nachricht an einen Blogger geht und das in der Kurzbiografie drinsteht.

    Viele versenden eine automatische Begrüßungsnachricht mit einem Angebot. Wenn ich mir die Mühe gemacht habe, zurückzuschreiben, dass das für mich nicht passt, finde ich es nicht gut, wenn 4 Wochen später dasselbe Angebot nochmal automatisch kommt, weil ich dann merke, dass keiner meine Antwort gelesen hat und kein persönlicher sondern nur ein kommerzieller Kontakt gewünscht ist.

    Manche geben auch offen in der 1. automatischen Nachricht zu, dass es eine automatische Mail ist, teilweise mit Humor geschrieben. Ich schreibe dann manchmal mit der Bemerkung zurück, dass das keine automatische Antwort ist und kommentiere oder frage etwas. Spätestens dann sollte eine persönliche und keine neue automatische Nachricht kommen. Ist auch meistens der Fall und dann entwickelt sich doch noch ein nettes Gespräch.

    Dieser Satz im Artikel bringt es auf den Punkt “Egal, was du anbietest: Das Schlimmste, was du machen kannst, wenn sich jemand angemeldet hat, weil er etwas von dir will, ist, es ihm vorzuenthalten.” Ich glaube nicht, dass ich so viel Geduld gehabt und diese ganzen Informationen ausgefüllt hätte, nur um die 3. Seite zu erhalten.
    Das ist von Online-Shops hinlänglich bekannt, dass man es den Kunden so einfach wie möglich machen muss, wenn sie etwas bestellen wollen, d. h. alle wichtigen Informationen für den Kauf bieten und bei Bestellung keine unnötigen Abfragen machen, da das oft zum Kaufabbruch führt. Deshalb sind Bestellungen als Gastbesteller, wo nach weniger Daten gefragt wird, auch beliebt.

    Genauso verhält es sich auch, wenn ich ein E-Book, eine Checkliste oder Ähnliches herunterlade, Name und E-Mail-Adresse sollten eigentlich genügen. Aber oft wird auch nach dem Unternehmen und der Mitarbeiterzahl gefragt. Was mache ich dann, wenn ich privat Interesse habe? Ich bin schon mal in der Firma angerufen worden wegen einer Datei, die ich privat runtergeladen habe, seitdem verzichte ich, wenn das Unternehmen ein Pflichtfeld ist.

    Kürzlich hatte ich Name und E-Mail-Adresse bereits eingegeben und dann kam eine 2. Seite, wo noch mehr Informationen abgefragt wurden. Ich habe dann abgebrochen, aber interessanterweise war das Gewünschte dann doch in meinem Posteingang.

    Personalisierung finde ich auch einen wichtigen Punkt. Aber wie ich schon in Eurem Artikel “Behavioral E-Mails: So automatisierst du die Kundenbindung” kommentiert habe, gilt das nicht nur für die Anrede, sondern auch für den Absender. Das Internet ist anonym genug und eine persönliche Anrede und Signatur geben eine persönliche Note.

    Fragen stellen, wo der Leser beim Beantworten einen Nutzen erwarten kann, ist auch eine gute Taktik.

    Den allerwichtigsten Punkt finde ich aber, dass man bei Erhalt einer Antwort keine 2. automatische sondern eine persönliche Nachricht sendet, d. h. ein Mensch muss die Antwort lesen und persönlich und individuell antworten. Aber wenn ich an die Entwicklung künstlicher Intelligenz und bei den digitalen Assistenten denke, wird es wahrscheinlich irgendwann möglich sein, dass ein Bot antwortet und die Antwort wie von einem Menschen klingt. :-)

    Viele Grüße
    Claudia

    (0)
    Reply
    • Ben Harmanus

      Hallo Claudia,

      Automatische Nachrichten auf Twitter n-e-r-v-e-n in 99% aller Fälle. Sie sind so nervig, dass ich Twitter für die Direktkommunikation so gut wie gar nicht nutzen kann.
      Noch unglücklicher ist es, wenn jemand die kostenfreie Variante eines Tools nutzt und die Nachricht mit “via Tool XY” endet. Das ist in meinen Augen immer ein unschönes Erlebnis.

      Beim E-Mail-Marketing sehe ich das anders. Während ich bei Twitter das 1:1-Erlebnis erwarte, ist bei E-Mails größtenteils klar, dass wir “Verteiler-Emails” erhalten. Deswegen müssen wir diese noch lange nicht lieblos gestalten – oder gar darauf verzichten.

      Wie du schon über Twitter sagst: Es ist auch entscheidend, was passiert, wenn wir auf eine automatisierte Nachricht antworten. Kommt etwas zurück? Ja? Cool! Kommt nichts? Dann ist das Erlebnis 2x negativ geprägt.

      Man kann viel darüber diskutieren, wieviele Daten man abfragen möchte. Da kann ich pauschal auch nicht sagen: 2 Fragen sind ok und 3 sind zu viel. Es kommt immer darauf an, was man anbietet, wer die Zielgruppe ist und was ich mit den Daten mache.
      Es ist nichts schlimm daran, nach dem Unternehmen zu fragen. Wenn dann gleich eiskalt der Anruf erfolgt – naja – kommt eben selten gut an und hat auch nichts mit Lead Nurturing zu tun.

      Und ja, Bots werden vielleicht schon bald vieles übernehmen. Wenn es hilfreich ist und Prozesse für den Kunden beschleunigt, dann ist das positiv. Wenn es die persönliche Bindung zwischen Unternehmen und Kunde auflöst, dann ist das ein Trend in die falsche Richtung.

      Vielen Dank für dein umfangreiches Feedback,

      Ben

      (2)
      Reply
  2. René Kühn

    Hallo Aaron,
    Hallo Ben,

    vielen Dank für den wieder einmal hervorragenden Content! Eure Beiträge sind mittlerweile Pflichtlektüre bei uns ;-)

    Viele Grüße
    René

    (1)
    Reply
    • Ben Harmanus

      Hallo René,

      es freut uns sehr, dass wir dich hier im Blog finden. Und Feedback, positiv oder kritisch – ist immer willkommen.

      Liebe Grüße und wir sehen uns (auf einem Content Marketing Event),

      Ben

      (1)
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