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Digital Marketing Kickoff 2016

5 exklusive Marketing-Tipps, um dein Retargeting zu hacken

5 exklusive Marketing-Tipps, um dein Retargeting zu hacken
Hacke dein Retargeting und hole mehr Conversions heraus. Bild: Miki Simankevicius/Shutterstock.

Wir haben alle schon oft genug mit Retargeting zu tun gehabt und Online-Marketer greifen meist aus guten Gründen darauf zurück.

Retargeting-Anzeigen besitzen eine Clickthrough-Rate, die 10 Mal höher ist als die von Displayanzeigen – und Besucher, die Retargeting ausgesetzt sind, werden mit einer 70% höheren Wahrscheinlichkeit eine Conversion durchführen, als Besucher, die nicht mit Retargeting konfrontiert werden.

Alles schön und gut, aber wie wir alle wissen, können Retargeting-Anzeigen so nervig sein wie Leute, die in der Öffentlichkeit laut Musik aus ihren Telefonen abspielen (Hilfe…).

Wenn du deine Retargeting-Optionen nicht strategisch einsetzt, um deinen Besuchern einen Nutzen oder Lösungen für ihre Probleme anzubieten, dann haben sie den gleichen Effekt wie Lärm.

Hier zeigen wir dir fünf Taktiken, die du ab sofort anwenden kannst, um das Meiste aus deinen Retargeting-Bemühungen herauszuholen und deiner Zielgruppe gleichzeitig einen Nutzen zu bieten.

Retargeting-Taktik #1: Einzigartige Segmentation

Ich habe immer wieder gesehen, dass Unternehmen allen Nutzern die gleichen Retargeting-Anzeigen präsentiert haben, egal auf welcher Seite diese sich befanden, welche Keywords sie eingegeben hatten oder mit welchem Gerät sie auf die Seite gekommen waren.

Im besten Fall bezeichnet man das als schlampig. Verschiedene Menschen verhalten sich unterschiedlich und deshalb sollte man unterschiedliche Anzeigen, unterschiedliche Botschaften und unterschiedliche Einfälle einsetzen.

Hat dich jemand über eine nicht-gebrandete Suche auf Google gefunden oder befindet er sich bereits in deinem E-Mail-Verteiler? Jeder Nutzer wird auf einer anderen Stufe innerhalb eurer Beziehung stehen und du solltest mit den einen nur Händchen halten, während du den anderen um den Hals fällst.

Ich rede von Segmentierung.

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Ein Beispiel für die einzigartige Segmentation in Aktion

Noah Kagan, ein früherer Mitarbeiter bei Facebook und Mint und derzeit der CEO von AppSumo, hat ausführlich über seine Retargeting-Kampagne geschrieben.

Während einige seiner Retargeting-Anzeigen auf einen Soft Sell abzielen (also jemandem anbieten, sich gegen ein Gratisprodukt in einer Verteiler-Liste einzutragen), bekommen Menschen, die seine Produktseite besuchen ohne zu konvertieren, einen Hard Sell: Noah setzt seine Retargeting-Anzeigen ein, um sie zu einer Landing Page zum Verkauf seiner Produkts zurückzuführen.

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Schau dir an, wie Noah seine eigene persönliche Erfolgsgeschichte erzählt (um seine Zielgruppe von Unternehmern, die ihren eigenen Traum verfolgen, anzusprechen), anstatt ihnen allgemeine Anzeigen vorzusetzenBildquelle.

Welche Ergebnisse zeigte sein Retargeting-Einsatz?

In dem Beispiel, das er in diesem Artikel beschreibt, gab er 4.168,19 $ für sein Facebook-Retargeting aus und machte einen Umsatz von 9.365 $ – also einen Return On Invest (ROI) von 200%.

Nicht schlecht.

Verwende die einzigartige Segmentation in deinen Retargeting-Kampagnen

Um mit der Aufteilung anzufangen, solltest du einen Blick auf Google Analytics werfen und herausfinden, ob eine Seite mehr Besucher anzeigt als andere. Frag dich, woran das liegen könnte und arbeite dann einige Retargeting-Anzeigen aus, die sie direkt ansprechen.

Einige dieser Publikumssegmente könnten nur einen kleinen Teil deines gesamten Traffics darstellen, aber sie werden eine höhere Chance haben, zu einer Conversion zu führen, da deine Botschaften konkreter sind.

Hier einige Überlegungen als Inspiration, um erst mal anzufangen:

  • Verbringen deine Besucher sehr viel Zeit auf deiner „Über uns“-Seite? Du könntest ihnen zum Beispiel eine Retargeting-Anzeige zeigen, in der ihr eine 15-minütige Einzelberatung durch einen eurer CEOs oder durch einen weiteren herausragenden Mitarbeiter deines Unternehmens anbietet. Der Besucher wollte mehr über dich erfahren – hier hast du die Möglichkeit, eine Beziehung zu ihm zu initiieren.
  • Verwendest du unterschiedliche Kategorien auf deinem Blog? Du könntest zum Beispiel einen Leitfaden zu deinen beliebtesten Themen entwerfen und sie über die Retargeting-Möglichkeit häufigen Besuchern dieser Kategorie anbieten.

Bonus-Tipp:
Wenn Nutzer konvertieren, achte darauf, sogenannte Burn Pixel zu verwenden, um sie aus deinem Retargeting-Publikum zu löschen, damit du ihnen nicht immer die gleiche Anzeige präsentierst.

Retargeting-Taktik #2: Wende Oldschool-Marketing an

Menschen haben deine Landing Page aus einem bestimmten Grund besucht, und zwar hoffentlich, weil sie sich für dein Angebot interessieren.

Aber da die Konkurrenz nur einen Klick entfernt ist, gibt es keinen Grund, warum die Leute sich für eine Entscheidung nicht etwas Zeit lassen sollten.

Und hier kannst du nun zu den guten alten Strategien der Dringlichkeit, Verknappung und zu Social Proof greifen, um dein Retargeting besonders aufzuladen.

Ein Beispiel für Oldschool-Marketing in Aktion

Hier siehst du ein Beispiel dafür, wie Birchbox (vergleichbar mit Glossy Box) Social Proof für ihre Retargeting-Kampagne verwenden:

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Frag mich nicht, wie ich auf die Webseite von Birchbox.com gekommen bin.

Die Birchbox-Anzeige ist effektiv, weil sie einen neugierig macht.

Vielleicht hast du die Webseite besucht, wieder verlassen und nicht mehr daran gedacht. Aber wenn du diese Anzeige eine Woche später wieder siehst, könntest du davon fasziniert sein, worüber andere Menschen strahlen.

So viele Menschen konzentrieren sich auf neue und ausgefallene Möglichkeiten, eine erfolgreiche Retargeting-Anzeige durchzuführen, aber manchmal sind es die einfachen Oldschool-Methoden, die den wirklichen Unterschied ausmachen.

Verwende Oldschool-Taktiken in deinen Retargeting-Kampagnen

  • Gib genaue Zahlen an: Hast du noch einige wenige auf Lager? Sag es den Leuten! Oder sag ihnen, dass Hunderte (oder Tausende) von Menschen bereits deinen Service benutzen.
  • Präsentiere Countdowns: Du könntest Countdown-Timer in deinen Retargeting-Anzeigen verwenden. Wenn du eine Dringlichkeit bei Menschen herstellst, indem du ihnen mitteilst, dass dein Sale nur noch X Tage läuft, kann es eine überraschend motivierende Kraft sein, um Conversions zu erreichen.

Retargeting-Taktik #3: Erreiche dein Publikum über verschiedene Retargeting-Kanäle

Retargeting nur auf einem Kanal einzusetzen, grenzt deine Reichweite unnötig ein.

Deine Retargeting-Anzeigen können deinen Besuchern durch das Google Display-Netzwork folgen, aber werden sie auch auf anderen Kanälen gezeigt, auf denen sich dein Publikum aufhält?

Social-Media-Retargeting ist ein mächtiges Tool, das dir erlaubt, deine Anzeigen entweder direkt im Newsfeed (Facebook oder Twitter) oder in der rechten Seitenleiste (Facebook) zu zeigen.

Social-Media-Retargeting in Action

Wenn du je auf der Seite von AdRoll gewesen sein solltest und dich dann bei Facebook eingeloggt hast, haben sicher viele Menschen mit dem Finger auf dich gezeigt.

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Oder vielleicht bist du auf die Homepage von Perfect Audience gegangen und wurdest dann später auf Twitter gestalkt, und zwar ungefähr so:

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Beachte, dass du eine Plattform, die von Facebook-Exchange (FBX) zertifiziert worden ist, benutzen musst, um Anzeigen auf Facebook aufgeben zu können. Mit AdRoll oder Perfect Audience (jetzt Teil von Marin) bist du auf der sicheren Seite.

Jedes Social-Media-Netzwerk hat auch ziemlich genaue kreative Leitlinien, die du beachten solltest. Zum Beispiel:

  • Auf Facebook war es lange Zeit eine Vorgabe, dass nur 20% deiner Anzeigenbildes aus Text bestehen. Diese Regel wurde aufgehoben, aber Facebook schränkt die Reichweite von textlastigen Anzeigen stark ein. Du kannst dieses Facebook-Tool verwenden, um einen Wert von unter 20% anzustreben.
  • Anders als bei den animierten Anzeigenstrecken im Google-Display-Netzwerk, müssen Retargeting-Anzeigen auf Facebook statisch sein.
  • Es gibt mittlerweile nur noch eine Anzeigengröße auf Facebook (1200 x 628 Pixel) und eine Anzeigengröße auf Twitter (800 x 320 Pixel) – Facebook wird deine Anzeigen automatisch auf den Newsfeed und die rechte Seitenleiste anpassen.

Retargeting-Taktik #4: Upselling und Cross Selling

Du hast sie zum Konvertieren bringen können? Super! Aber was, wenn du noch mehr verkaufen könntest?

Wenn jemand gerade konvertiert hat, ist der Grund dafür, dass ihm gefällt, was du machst. Jetzt hast du die perfekte Gelegenheit, ihm noch weiteres Nützliches anzubieten und im Gegenzug mehr zu verdienen.

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Hast du es schon mit Upselling versucht? Fotoquelle: Neuepresse.at.

Egal, ob es sich um ein komplementäres Angebot handelt oder um etwas, womit du sie in einen anderen Trichter leitest – Retargeting ist das beste Tool, um dein Ziel zu erreichen.

Es hat sich sogar gezeigt, dass Zusatzverkäufe durch Retargeting Conversion Rates um weitere 3-5% steigert.

Upselling durch Retargeting-Kampagnen

Führst du ein SaaS-Unternehmen (Software-as-a-Service) mit einer Freemium-Nutzerbasis? Dann könntest du anhand von Retargeting deine Premium-Funktionen erklären (und hoffentlich einige Zusatzverkäufe sichern).

Oder du könntest ein neues Publikumssegment für Menschen schaffen, die über verschiedene Angebote konvertiert sind und normales Display-, E-Mail- oder Social-Media-Retargeting verwenden, um ihnen zusätzliche relevante Pakete zu verkaufen. Die Möglichkeiten sind unendlich!

Retargeting-Taktik #5: Teste deine Anzeigen

Retargeting-Anzeigen sind extrem effektiv, aber nur, wenn du dich regelmäßig ihrer Verbesserung widmest. Wie mit allem, was mit Conversion-Optimierung zu tun hat, musst du einen Plan für deinen Test ausarbeiten.

Du hast wahrscheinlich eine Millionen Ideen, wie du deine Anzeigenkonzepte ausprobieren könntest: deine Headline, Call To Action, deinen Heroshot (Bild oder Video im Kontext zum Angebot) und deinen Text.

Aber überlege, ob du weiter gehen möchtest, und teste noch mehr Möglichkeiten, wie zum Beispiel ein vollkommen anderes Angebot und die Frequenz deiner Anzeigen.

Vielleicht war dein erstes Angebot nicht genau das, wonach dein Besucher gesucht hat. Oder vielleicht hast du deine Zielgruppe mit so vielen Anzeigen bombardiert, dass sie abgestumpft sind.

A/B-Tests können dir dabei helfen, das richtige Maß zu finden

Testen als Recherche

Das Gute beim A/B-Testen deiner Retargeting-Anzeige ist, dass sie dir Einblick in die Vorlieben unterschiedlicher Publikumsgruppen gibt.

Sobald du siehst, was anhand deines Retargeting gut funktioniert, wirst du mehr Einblicke haben, was sich auf deiner Landing Page als effektiv erweisen könnte.

Betrachte Retargeting als einen Weg, um verlorene Sales zurückzuholen, aber auch als Recherche-Tool.

Eine letzte Warnung

Wie kannst du dich bei so vielen unterschiedlichen Ideen und Möglichkeiten entscheiden, womit du anfangen sollst? Es ist am besten, eine Taktik auszuwählen und sie heute noch zu testen.

Egal, was du machst, achte darauf, nur einen Retargeting-Anbieter pro Retargeting-Kanal zu verwenden, damit du nicht künstlich zur eigenen Konkurrenz wirst und deine Kosten hochtreibst.

Was hat bei deinem Retargeting am besten funktioniert? Geben wir uns gegenseitig in den Kommentaren Tipps!

retargeting-cookiesDieser Artikel wurde von unserem Unbouncer Ben Harmanus für den deutschen Blog angepasst. Er freut sich über deinen Kommentar und beantwortet gerne deine Fragen!

Über Johnathan Dane
Johnathan Dane ist der Gründer von KlientBoost, einer Pay-Per-Click-Agentur aus Kalifornien, deren Agentur die Mission verfolgt, Unternehmen zu Wachstum zu verhelfen. Verbinde dich mit ihm auf Twitter.
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  • Retargeting ist ein mächtiges Marketing Instrument um den ROI enorm zu erhöhen. Facebook bietet hierzu stetig neue Features an um z.B. die Nutzer besser zu segmentieren. Denke ich gerade an die Möglichkeit die Webseitenbesucher nach der Verweildauer in eine Custom Audience Listen zu erfassen. Damit lassen sich Kampagnen nur Nutzern zeigen welche sich für das Thema interessieren bzw. die Bouncer herausfiltern.

    • Ben Harmanus

      Hallo Holger,

      Ja, Retargeting ist mächtig und wird stetig verfeinert (z.B. dass Anzeigen nicht mehr denjenigen angezeigt werden, die bereits durch Retargeting gekauft haben). Die Verweildauer einzubeziehen ist natürlich ein schlauer Schritt – so kann man sich sicherer sein, dass eine Beziehung aufgebaut wurde und Interesse gegeben ist.

      Wer Retargeting nicht nutzt, der verbrennt sehr viel Geld dadurch, dass das aufgewärmte Publikum im Stich gelassen wird.

      Liebe Grüße, Ben