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Digital Marketing Kickoff 2016

Was ist eine Call To Action (und wie optimierst du sie für Conversions)?

Was ist eine Call To Action
Ist die Call to Action einfach nur ein beschrifteter Button?

Dein potentieller Kunde befindet sich auf deiner Landing Page.

Er scrollt rauf und runter, scannt den Inhalt. Er liest sogar ein paar Absätze, schaut sich ein paar Bilder genauer an…

…und verlässt die Webpage.

Und warum? Weil du ihm nicht gesagt hast, was er als nächstes tun soll.

Dein Besucher ist auf eine Call To Action, eine verständliche und überzeugende Handlungsaufforderung, angewiesen.

Sehr oft denken wir, dass dem Besucher klar ist, was er auf unserer Landing Page (oder nach dem Lesen unserer E-Mail bzw. Werbe-Anzeige) tun soll. Das ist oftmals nicht der Fall und ruiniert den Erfolg deines Angebots.

In diesem Artikel erkläre ich dir umfassend:

  1. Wie die Call To Action definiert wird
  2. Welche Bestandteile zu einer CTA gehören (können)
  3. Wo du eine Call To Action platzierst
  4. Wie du eine Handlungsaufforderung formulierst
  5. Welche Farbe und Form du für deine CTA wählst
  6. Wo du die CTA im Online-Marketing abseits von Landing Pages noch einsetzen kannst
  7. Wie du herausfindest, welche CTA bei dir am besten funktioniert

Wenn du meinen Artikel gründlich liest, wirst du ein Profi in der Nutzung der Call To Action und deine Ziele ganz sicher effizienter (sprich: schneller bei niedrigeren Kosten) erreichen.

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Randnotiz:

Ich werde in diesem Artikel entweder von der Call To Action, der CTA (engl. Abkürzung) oder der Handlungsaufforderung (dt. Übersetzung) sprechen.

1. Die Call To Action Definition

Die deutsche Wikipedia bietet keine Definition der Call To Action, daher hier ein Ausschnitt aus der englischen Seite:

In marketing, a call to action (CTA) is an instruction to the audience to provoke an immediate response, usually using an imperative verb such as “call now”, “find out more” or “visit a store today”.

Übersetzt heißt das:

Im Marketing ist die Call To Action (CTA) ein an das Publikum gerichteter Aufruf, um eine sofortige Reaktion zu provozieren. In der Regel werden Verben im Imperativ eingesetzt, beispielsweise “Jetzt anrufen” mit “Erfahren Sie mehr” oder “Besuche heute eine Filiale”.

Doch die Call To Action ist viel mehr. Immer wenn du die CTA einsetzt, ist sie automatisch das wichtigste Element. Sie ist praktisch die Diva, um die sich alles dreht. Egal, ob du eine E-Mail oder AdWords-Anzeige schreibst oder eine Landing Page baust.

Auf einer Landing Page ist die Call To Action dein Conversion-Ziel. Es ist die eine Handlung, die du dir vom User wünscht, um eines der folgenden Ereignisse auszulösen:

  • Die Eingabe von Kontaktdaten zur Leadgenerierung
  • Die Anmeldung für die Testversion deines Produkts oder deiner Dienstleistung
  • Die Platzierung eines Artikels im Warenkorb
  • Den Verkaufsabschluss

2. Die Bestandteile einer Call To Action

Viele denken bei der Call To Action an einen Button mit einem Text darauf. Das ist der offensichtliche Teil, aber deine Handlungsaufforderung muss nicht alleine antanzen.

Ich hatte bereits erwähnt, dass die CTA eine echte Diva ist. Sie kommt sehr gerne in Begleitung weiterer Elemente, die ich kurz vorstelle:

  1. Der Lead-in ist eine Art Intro, die auf den Button vorbereitet. Mit diesem kurzen Text kannst du Bedenken ausräumen und Vertrauen aufbauen.
  2. Der CTA Button beinhaltet deinen ultimativen Handlungsaufruf.
  3. Der Lead-Out ist so etwas wie deine zweite Chance, den Besucher zum Klicken zu bewegen. Oftmals wird an dieser Stelle auf die Datensicherheit oder den Grund hingewiesen, weswegen der User überhaupt Daten eingeben muss.
Die Elemente einer Call To Action
Die Call to Action kommt gerne in Begleitung

Sei vorsichtig mit allen Elementen, die du in der Nähe deines Buttons platzierst. Sie werden automatisch hochrelevante CTA-Bestandteile und können deiner Conversion erheblich schaden – oder helfen.

Schau dir diese Variante an. Ich habe (beispielhafte) Vertrauens-Siegel unter der CTA platziert, um dem User ein Gefühl der Sicherheit zu vermitteln.

Call To Action mit Vertrauens-Siegeln
Vertrauens-Siegel (Trust Proof) können deine Call to Action unterstützen

Übrigens rät Growth Hacker Sean Ellis dazu, auch mal mit selbst erstellten Vertauens-Siegeln zu experimentieren, bevor man eine Menge Geld in lizensierte Labels investiert, die deinen Umsatz nicht steigern.

3. Wo platzierst du deine Call To Action?

Die Call To Action ist das Wichtigste der 5 Elemente einer hochkonvertierenden Landing Page.

Sie bildet das Zentrum deines Angebots und alle anderen Bestandteile der Landing Page arbeiten ihr zu. Daher platzierst du die Call To Action so, dass sie in Reichweite ist, wenn alle anderen Elemente Überzeugungsarbeit geleistet haben.

Die Call To Action als Button im Formular

Für die Leadgenerierung empfiehlt sich, wenn alle abgefragten Daten und die Handlungsaufforderung offensichtlich zusammengehörend angeordnet sind. Das kannst du beispielsweise sehr leicht über ein eingekapseltes Formular erreichen.

Hubspot lösen das auf ihrer Landing Page sehr schön. Das Formular ist eine kleine Insel, die autonom funktioniert. Du weisst, was du bekommst, was du eingeben musst und worauf du klicken musst, um die Designvorlagen zu erhalten.

Die Call To Action im Formular
Die Call To Action und alle Elemente im Formular funkionieren autonom. Screenshot: Hubspot

Vielleicht könnte Hubspot noch bessere Ergebnisse erzielen, wenn der Button sich farblich deutlicher abhebt. Aber zur Farbgebung komme ich weiter unten!

Die Call To Action als alleinstehender Button auf der Clickthrough-Page

Eine Click-Through-Page ist eine Landing Page, die den Besucher für dein Produkt oder deine Dienstleistung erwärmt, bevor sie ihn tiefer in den Verkaufstrichter leitet.

Je nach Komplexität deines Produkts ist es notwendig, eine längere Landing Page zu erstellen. Oder du setzt darauf, dass du den Besucher emotional bindest. Was auch immer dich veranlasst, eine sehr lange Landing Page zu erstellen:

Deine Call To Action muss immer in Reichweite sein! 

Da du nur eingeschränkt Einfluss darauf hast, wann welches Argument oder Element deinen Besucher überzeugt, platzierst du die Call To Action mehrfach.

So machen es Number26 und verwenden insgesamt 6 Call To Action Buttons (davon 3 im Bildausschnitt sichtbar).

Number26 Landing Page mit mehrfacher Call To Action
Immer in Reichweite: Die Call To Action mehrfach platzieren. Screenshot: Number26

Je nach Produkt oder Dienstleistung kannst du es noch besser machen.

Platziere in unmittelbarer Nähe zu Elementen wie dem Alleinstellungsmerkmal (USP) in der Headline, deinem Hero Shot oder dem Social Proof eine Handlungsaufforderung, die individuell im Kontext steht.

Beachte dabei: Alle CTAs können unterschiedlich formuliert sein, dennoch verfolgen sie alle nur das eine von dir für diese Landing Page festgelegte Conversion-Ziel.

4. Wie formulierst du eine Call To Action?

Eine Call To Action ist deine an den Besucher formulierte Handlungsaufforderung. Dennoch sollte sie nicht wie ein Befehl oder Gedankengang deinerseits klingen.

Formuliere die CTA wie einen fortgeführten inneren Monolog deines Landing-Page-Besuchers.

Schau dir mal an, wie es der online buchbare Massage-Service Massagio macht. Die Headline kommuniziert den Nutzen. Deine Massage kann dort stattfinden, wo du es wünscht.

Wenn du jetzt damit liebäugelst, dieses Angebot in Anspruch zu nehmen, dann startet dein Gedanke vielleicht so:

“Oh ja. Ich möchte diese…”

Und die Call To Action beendet diesen Satz mit:

“…mobile Massage buchen.”

Call To Action Beispiel von massagio
Call To Action: Formuliere die Handungsaufforderung wie einen Gedankengang deines Besuchers. Screenshot: Massagio

Vermeide unbedingt, dass du deine Buttons mit generischen Call To Actions wie “Download”, “Absenden” oder “Kaufen” versiehst.

Zum einen ist das kein klar formulierter Gedanke und zum anderen sagen solche Buttons nicht genug über das aus, was wirklich nach dem Klick passiert.

Jegliche Verunsicherung lässt den Besucher zögern. Sie müssen nachdenken, ob sie einen Fehler begehen. Ein echter Conversion-Killer.

Hier habe ich noch weitere Beispiele für Call-To-Action-Formulierungen:

  • E-Book-Download: “Den Reiseführer kostenlos als PDF herunterladen”
  • Webinar-Anmeldung: “Kostenlos meinen Webinar-Platz sichern”
  • Anmeldung zur Testversion: “Risikofrei 30 Tage Produkt X testen”
  • Verkaufs-Button: “Jetzt kaufen und 25% sparen”
  • Kostenvoranschlag: “Sendet mir ein unverbindliches Angebot”

Im Prinzip musst du die Handlungsaufforderung auf deinem Button so formulieren, dass sie für sich isoliert eine Aussagekraft besitzt.

Im E-Commerce gelten in Deutschland besondere Regelungen für Call To Action Buttons, die einen Kauf bewirken. Diesem Thema widmet sich Christian Kleemann von rapidusertests in seinem Artikel: 3 Tipps für besser konvertierende Call-To-Actions im Checkout.

Wiederhole mit der Call To Action bereits vorhandene Textstellen

Richtig gehört. Zerbrich dir nicht deinen Kopf, wenn du mit kreativem Gerede dem User nicht hilfst und deinen Conversions schadest. Kopiere beispielsweise deine Headline bzw. die Überschrift, die deiner Handlungsaufforderung voran geht.

In der Headline der affenclan Landing Page heißt es:

Tritt über 245 Mitgliedern bei

Und die CTA lautet:

Jetzt beitreten

Es ist also recht offensichtlich, worauf sich der Button bezieht.

Die affenclan.de Landing Page mit Call To Action
Die Call to Action wiederholt die Überschrift. Screenshot: affenclan.de

Du kannst natürlich auch noch eindeutiger sein:

Jetzt beitreten und einen professionellen Blog aufbauen

Kürzere gegen längere CTAs musst du natürlich testen. Daher möchte ich hier nicht behaupten, dass meine Variante automatisch die Anmeldungen steigert. Aber pauschal gilt immer, dass du die Eindeutigkeit deiner Handlungsaufforderung maximal hoch halten musst.

Unterstütze deine Handlungsaufforderung mit CTA Sublines

Marcel Licht weist auf konversionsKRAFT.de darauf hin, wie wichtig CTA Sublines sind. Bei diesen handelt es sich um Texte, die deine Handungsaufforderung ergänzen und für Klarheit sorgen, falls die Button-Beschriftung einen User nicht überzeugt.

CTA Sublines sind ein geschickter Weg, um proaktiv Bedenken auszuräumen. Leider werden diese Texte bei Webseiten-Relaunches oftmals wegradiert, um ein schöneres Design zu erzielen.

Fehler beim Webseiten-Relaunch: Die CTA Sublines verschwinden
Relaunch-Fehler: Die Call To Action Sublines verschwinden. Screenshot: konversionskraft.de

Klarheit ist das oberste Ziel eine conversion-starken Call To Action. Diesem Grundsatz hat sich die Ästhetik deines Designs unterzuordnen.

Setze Dringlichkeit und Verknappung ein

Ok. Du weißt nun, dass du Webnutzern den nächsten Schritt vorgeben musst.

Oftmals sieht der Besucher aber keinen Grund, genau jetzt die von dir gewünschte Handlung vorzunehmen. Welchen Vorteil hat er, wenn er nicht jetzt, sondern morgen handelt. Was er dann oftmals nicht tut, und wenn doch, dann beim Mitbewerber, da dieser die Prinzipien von Conversion Centered Design beherrscht!

Hier zwei Beispiele:

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Es wird suggeriert, dass die Teilnehmerzahl begrenzt ist. Das ist in der Regel bei Webinar-Software-Lösungen auch der Fall. Du kannst auch dazuschreiben, dass es nur 100 Plätze für das Live-Webinar oder das Seminar gibt.

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Die Dringlichkeit ist ganz klar. Ab morgen zahlst du 150€ mehr – die Uhr tickt.

Bonus-Tipp: Absolute Zahlen funktionieren besser als prozentuale Angaben.

Ich rate dir übrigens davon ab, zu viel bzw. offensichtlich künstlichen Druck aufzubauen. Fliegt dein Trick auf, dann beschädigst du nachhaltig deine Reputation. Also baue keine Counter ein, die beim erneuten Laden der Seite von vorne starten oder limitiere die Stückzahl von Ebooks, wenn’s einfach keinen Sinn ergibt.

5. Wie wählst du die Farbe und Form für deinen Call To Action Button?

Eventuell kennst du Fallbeispiele mit A/B-Tests, in denen der rote Call To Action Button den grünen schlägt – oder anders herum.

Ergebnisse von Fallstudien 1:1 auf der eigenen Landing Page zu übernehmen, ist ein großer Fehler. Viel wichtiger ist, welche Inspiration du für deine eigenen A/B-Test-Prozesse erhältst.

Schau dir diese Landing Page von mindbox, einem Accelerator der Deutschen Bahn, an. Wie so oft verwendet die DB für die Call To Action eine Farbe, die sich nahtlos ins Design einfügt. Welch Ironie. Wie ein Chamäleon verschwindet das wichtigste Element der Page und wird von den Besuchern nur schwer lokalisiert.

Zusätzlich hebt sich die CTA nicht in ihrer Form ab. Rechteckige orangfarbene Kästchen werden inflationär eingesetzt. Scheinbar gibt es keine Regel dafür, was hier ein Button ist und was nicht.

mindbox Landing Page: Was ist eine Call To Action und was nicht?
So nicht: Die Call To Action geht im Meer von orangenen Elementen unter. Screenshot: mindboxberlin.com<

In diesem Fall ist der orangefarbene Call To Action Button eine verdammt schlechte Idee.

Ästhetik hui, Conversion pfui!

Dass wir jedoch nicht pauschal eine Farbe abwerten können, zeigt unsere Webinar Landing Page. Orange bleibt dem Button vorbehalten. Dadurch sticht dieses Element hervor. Wer also durch eine Facebook-Anzeige oder ein anderes Mittel zur Bewerbung des Webinars auf die Seite kam, der wird schnell fündig.

Call To Action Beispiel auf einer Unbounce Webinar Landing Page
Call To Action: Die Umgebung entscheidet über die Farbwahl. Screenshot: Webinar mit Conversion-Experte André Morys

Daher befolge diese Ratschläge:

  • Wähle die Farbe deines Buttons so, dass du einen deutlichen Kontrast zur direkten Umgebung, aber auch insgesamt zum Farbschema deiner Landing Page hast.
  • In der Regel sollte der Button nicht der Corporate Identity deines Unternehmens entsprechen.
  • Nur dein eigener A/B-Test kann die für deine Landing Page am besten funktionierende Button-Farbe ermitteln.

Ist dein Call To Action Button als solcher erkennbar?

Schau dir dieses Button-Modell an (nach Steve Krug. Buchtipp: Don’t Make Me Think).

Von links nach rechts verändert sich das Erscheinungsbild unseres CTA Buttons:

  • Beim ersten Button erzeugt der Schatten einen 3D-Effekt.
  • Beim zweiten Button erinnern die abgerundeten Ecken immer noch an einen Knopf.
  • Der dritte Button ähnelt einem Kästchen. Dieser sogenannte Ghost Button ist besonders oft auf schicken Start-Up-Webpages zu finden.
  • Beim vierten Beispiel gibt es nur einen Text, der überhaupt nicht so aussieht, als könne man diesen anklicken.
Call To Action Button
Ist dein CTA Button wirklich als anklickbares Element erkennbar?

Es ist ziemlich offensichtlich, dass die linke Version die geringste geistige Anstrengung benötigt, um als Button erkannt zu werden. Jeder Webnutzer weiss sofort, dass diese Fläche eine Funktion hat.

Das heißt jetzt aber auch nicht, dass du nur die Buttons mit 3D-Effekt einsetzen sollst.

Was ich dir sagen möchte: Wenn du dich schon für eine Button-Variante entscheidest, dann nicht willkürlich. Viele Start-Ups folgen dem Ghost Button Trend, weil’s der Mitbewerber macht, es angesagt ist oder einfach cool aussieht.

Teste selber, was zu deinem Unternehmen passt und in der platzierten Umgebung auffällt.

6. Wo kann ich die Call To Action im Online Marketing noch einsetzen?

Jede Landing Page braucht eine Call To Action. Das ist nun klar.

Doch musst du deine Besucher überhaupt erst einmal auf deine Landing Page bekommen. Daher denke über den Einsatz einer Handlungsaufforderung überall nach, wo du einen User zu einer Aktion bewegen möchtest.

Hier sind ein paar Beispiele für die Call To Action in Anzeigen und E-Mails:

AdWords mit Call To Action

Ich habe in Google die Suchanfrage “Rucksack vergleichen” eingegeben. Die Top-Anzeige greift meinen Gedankengang auf und nutzt die Handlungsaufforderung “Jetzt vergleichen”.

AdWords mit Call To Action
Du kannst die Performance deiner AdWords-Anzeige mit einer Call to Action steigern.

Beziehe dich auf die Suchanfrage, um die Sprache deiner Besucher zu sprechen:

Suche: “rucksack vergleich”

CTA: Jetzt vergleichen

Suche: “angelreise günstig”

CTA: Angelreise günstig buchen

Facebook-Anzeige mit Call To Action

Du kannst die Handlungsaufforderung im Text unterbringen – oder direkt als CTA Button im verwendeten Bild.

rankingCoach Facebook-Anzeige mit Call To Action
Facebook-Anzeige mit Call To Action. Screenshot: rankingCoach.com

E-Mail mit Call To Action

Viele E-Mail-Abonnenten lesen den Text nicht oder scannen ihn nur. Eine deutliche Call To Action steigert die Chance, dass der Leser routiniert zum Content durchklickt.

Toushenne.de E-Mail mit Call To Action
Call to Action in einer E-Mail. Screenshot: Toushenne.de E-Mail

Bei Unbounce setze ich die Call To Action auch gleich als Button im Header-Foto der E-Mail ein. Mehrere Tests haben ergeben, dass sich die CTR (Clickthrough-Rate) meiner E-Mails erhöht, wenn ich eine Handlungsaufforderung einbaue. Die E-Mail ohne CTA im Header hat eine CTR von 15,3%, die rechte Version mit Handlungsaufforderung eine CTR von 18,1%.

Bei näherer Betrachtung kann ich in unserer Marketing Automation Software Hubspot sehen, dass mein Header-Foto mit CTA eine CTR von 7,6% hat – während meine Version ohne (links) nur 5,1% vorweist.

Unbounce E-Mail mit Call To Action
E-Mail mit Call To Action. Screenshot: Unbounce E-Mail in Hubspot

Was denkst du? Experimentiere mit Handlungsaufforderungen in deinen E-Mails herum. Der Aufwand ist gering, der Gewinn kann groß sein.

Call To Action im Blog

In jeden Blog gehört eine Handlungsaufforderung. Denn das Mindeste, was du erreichen solltest, ist einen E-Mail-Verteiler aufzubauen. Denke daran, dass du klar formulierst, was der Abonnent bekommt. “Melde dich für meinen Newsletter an” vermittelt keinen Mehrwert.

Bekommt der Abonnent Produkt- oder Unternehmensneuigkeiten (weniger attraktiv)? Oder hast du ein Angebot, das nicht direkt auf einen Verkauf abzielt?

Call To Action im Blog
Call to Action: Wir verschicken Conversion-Tipps. Screenshot: Unbounce.com/de

Es ist wichtig, dass du klar formulierst, weswegen es von Vorteil ist, auf deiner Verteiler-Liste zu stehen.

Call To Action im Suchmaschinen-Ergebnis

Optimierst du deine Webpages im Hinblick auf die Darstellung in den Suchergebnissen in Suchmaschinen? Wenn nicht, fange sofort damit an. Abgebrochene oder aussagelose Sätze beeinflussen die Klickrate von Webpages, die in der sogenannten Search Engine Results Page (SERP), also der Ergebnis-Seite von Suchmaschinen, angezeigt werden.

in der Regel kannst du die Darstellung deines Posts anpassen – und dadurch natürlich auch eine Call To Action einfügen. So sieht das in WordPress mit dem Yoast SEO Plugin aus:

Call To Action in der Meta Description
Call to Action in der Meta Description: Screenshot: SEO Yoast Plugin in WordPress

7. So findest du heraus, welche Call To Action am besten funktioniert

Du weisst jetzt eine Menge über die CTA. Somit wirst du gewisse Anfängerfehler vermeiden.

Und dennoch wirst du, selbst wenn du noch ein Dutzend weiterer Artikel zu diesem Thema liest, nicht die perfekte Handlungsaufforderung designen können. Nimm dir lieber vor, mit einer vernünftigen CTA loszulegen. Erst Tests bringen weitere Erkenntnisse.

Du kannst aber nicht einfach eine Call To Action austauschen – und nur die neue Version testen. Dann würde die neue Handlungsaufforderung einem anderen Publikum zu einem anderen Zeitpunkt ausgesetzt. Das verfälscht dein Ergebnis. Wichtig ist, dass du verschiedene Versionen deiner CTA zeitgleich und unbemerkt vom Publikum gegeneinander testest.

Viele Tools verfügen über integriertes A/B-Testing. Wenn du deine E-Mails mit Mailchimp oder Marketing-Automation-Lösungen wie Hubspot verschickst, kannst du verschiedene Varianten deiner E-Mails (und damit deiner CTAs) zeitgleich an deinem Publikum testen.

Es gibt verschiedene Lösungen, um deine kompletten Webauftritte zu testen, beispielsweise Visual Website Optimizer oder Maxymizely. Falls du deine Landing Pages mit Unbounce erstellst, kannst du das integrierte A/B Testing nutzen.

Fazit: Alles dreht sich um die Call To Action

Oftmals wird die komplette Landing Page erstellt und erst dann dem Call To Action Button Aufmerksamkeit geschenkt.

Das ist so, also würde man zuerst den Köder auswerfen und sich erst dann überlegen, was man eigentlich angeln möchte.

Wenn du eine Landing Page erstellst, dann hast du ein Conversion-Ziel. Du möchtest Leads generieren oder ein Produkt verkaufen. Die Festlegung dieses Ziels bestimmt deine Handlungsaufforderung, deine Call To Action.

Jedes Element, das du nun deiner Landing Page hinzufügst, steht im Dienst deiner CTA (du erinnerst dich: sie ist eine echte Diva). Daher ist die Call To Action Chefsache und nicht das notwendige Übel, um das du dich am Ende der Landing-Page-Erstellung kümmerst.

Habe ich dich inspirieren können, deine Handlungsaufforderung zu überarbeiten? Welche Tipps hast du für eine überzeugendere Call To Action? Lass es mich in den Kommentaren wissen!

PS: Noch mehr Tipps für bessere Call To Actions und A/B-Tests gibt es in diesem kostenlosen Unwebinar (inkl. Folien-Download):

Über Ben Harmanus
Ben baut als Head of Community & Content Marketing die Präsenz von Unbounce in der DACH-Region aus. Er liebt es, relevanten Content zu produzieren, Webpages zu optimieren und sich darüber mit der Community auszutauschen. Verbinde dich mit ihm auf Xing, Twitter oder LinkedIn.
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Comments:

  1. Claudia Dieterle

    Hallo Ben,

    das ist absolut richtig, ganz egal, ob Du eine Website, Landing Page, einen Blogartikel, ein Video, eine Anzeige oder sonstige Werbung erstellst, Du musst eine Handlungsaufforderung integrieren, sonst ist die Chance, dass nichts passiert, sehr hoch. Die Handlungsaufforderung muss präzise, eindeutig und ansprechend formuliert sein. Der Leser muss genau wissen, was passiert, wenn er auf einen CTA-Button klickt.
    Der CTA-Button sollte an prominenter Stelle und nicht zu übersehen sein. Wenn es zu viele Elemente auf einer Seite gibt, passiert das leicht.

    Viele Grüße
    Claudia

    (0)
    Reply
    • Ben Harmanus

      Hallo Claudia,

      wie schön von dir zu hören/lesen. :)

      Du fasst meinen Artikel prägnant zusammen. Der CTA kommt eine sehr große Aufgabe zu – und vielen ist dies gar nicht klar!

      Daher nochmal: Startet mit der CTA und entwickelt von dort aus eure E-Mail, eure Landing Page oder AdWords-Anzeige.

      Viele Grüße,
      Ben

      (1)
      Reply
    • Marion

      Hi Claudia und Ben!
      Ich kann hier auch nur zustimmen. Eine Aufforderung ist in jedem Fall nötig und die Conversion Rate wird dadurch definitiv gesteigert!

      LG Marion

      (0)
      Reply
  2. Kevin Fiedler

    Hallo Ben,

    klasse und ausführlicher Artikel!

    Auch für mich war das Thema “Subtitel” unter den CTA-Buttons ein Gedankenanstoß. Damit kann man sicher noch einiges mehr rausholen aus den CTAs. Vielen Dank für den Anstoß ;-)

    LG,
    Kevin

    (0)
    Reply
    • Ben Harmanus

      Hallo Kevin,

      Das war mein Ziel: Mal einen ausführlichen Artikel zu dem Thema schreiben. Ich werde diesen bei Gelegenheit auch noch updaten, da es ja immer wieder neue Best Practices gibt.

      Und ja, die Subtitel unter den CTA-Buttons werden häufig nicht eingesetzt, dabei kann ihre Wirkung magische Conversion-Steigerungen bringen.

      Grüße und viel Erfolg beim Optimieren,
      Ben

      (1)
      Reply
  3. Martin

    Hi Ben, schöne Zusammenstellung der wichtigsten CTA Punkte! Vor allem die CTA Subheadline finde ich eine gute Sache um noch einige schlagkräftige Argumente abzuliefern, die sich auf Buttons meist schwer lassen!

    Wird oft vernachlässigt oder es steht etwas von Datenschutz etc. drin, was zwar auch wichtig ist um Bedenken auszuräumen, aber kein richtiger Burner um die gewünschte Handlung zu erreichen. Hast du da ein paar weitere gute Beispiele für CTA Subheadlines die nachweislich funktionieren?

    (0)
    Reply
    • Ben Harmanus

      Hallo Martin,

      Ja, die Texte unter der CTA können den zögernden Besucher doch noch überzeugen.

      Ich möchte vorsichtig damit sein, wenn es um CTA Subheadlines geht, die “nachweislich funktionieren”. Es gibt zwar Dinge, die tendenziell besser funktionieren, aber je nach Marke, Produkt, Zielgruppe usw. sind ganz unterschiedliche Dinge als Text auf, über oder unter dem CTA Button wichtig.

      Bei der Leadgenerierung ist es in der Regel von Vorteil, wenn du den Besucher informierst, was du mit der Email-Adresse vorhast. Beispiele:

      “Ich schicke dir 1x pro Woche Tipps zu ungewöhnlichen Reisezielen”
      oder dieser Text von unserer DMK16-Webinar-Seite:
      “Wir geben deine Daten nicht an Dritte weiter. Deine E-Mail-Adresse brauchen wir, um dir hilfreichen Content zuzusenden und dich über interessante Dienstleistungen bzw. Angebote zu informieren. Du kannst unsere E-Mails jederzeit abbestellen.”

      Bei der Anmeldung zu einer Testversion muss man die größte Angst ausräumen: Nämlich, dass doch Kosten anfallen.

      Und beim Kauf sollte man eventuell die Sicherheit ansprechen, z.B. auf die SSL-Verschlüsselung hinweisen.

      Die CTA ist ein großes Testfeld und es gibt niemals eine 100% Gewissheit, dass etwas funktioniert. Das habe ich schon unzählige Male am eigenen Leib erfahren. ;)

      Viele Grüße und happy testing!

      Ben

      (0)
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