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Digital Marketing Kickoff 2016

7 erfolgreiche Unternehmen, deren E-Mail-Marketing die Kunden begeistert

So begeistern erfolgreiche Unternehmen mit ihrem E-Mail-Marketing die Kunden
E-Mail-Marketing sollte die Kunden begeistern und die Verkäufe steigern.

Es gibt nicht viele herausragende Beispiele für gutes E-Mail-Marketing, aber CD Baby– Gründer Derek Sivers steht für eins.

Jahre, bevor es Mode wurde, überdrehte Transaktionsmails zu verfassen, kam Sivers zu der Entscheidung, dass seine E-Mail zum Warenversand „nicht mit [seiner] Mission, die Menschen zum Lächeln zu bringen, übereinstimmte.“

Und deshalb dachte er sich etwas Besseres aus:

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Mit dieser E-Mail löste er eine Welle von Heiterkeit und neuen Geschäftsbeziehungen aus. Dereks eigene Worte:

Diese eine alberne E-Mail brachte mir Tausende neuer Kunden ein.

Wenn du überlegst, wie du dein Unternehmen vergrößern kannst, ist es verlockend, in großen Schritten zu denken – an weltverändernde Pläne und riesige Aktionen.

Aber meistens sind es die winzigen Details, die jemandem so gut gefallen, dass er all seinen Freunden davon erzählt.

Eine geistreiche E-Mail wird dein Unternehmen nicht revolutionieren, aber eine Serie kleiner Momente kann eine großartige Erfahrung für deine Kunden schaffen und sie dazu bringen, immer wieder zurückzukehren. Diese Momente können auch deinen Reingewinn aufpolstern. Bereits ein Anstieg von 5% bei der Kundenbindung kann die Wirtschaftlichkeit um 75% steigern.

Wer begeistert mit E-Mail-Marketing seine Kunden?

Das gab mir zu denken – wer benutzt schon E-Mails, um seine Kunden zu unterhalten?

Ich durchforstete meinen Posteingang nach Beispielen und fand sieben besonders gute. Diese Unternehmen bauen nicht ausschließlich auf E-Mails, um ihr Geschäft zu tragen, sie stärken nur ihr kundenbezogenes Image.

Diese Beispiele erscheinen vielleicht winzig. In manchen Fällen sind sie es sogar. Aber kleine Details – ganz egal, wie klein – fallen auf. Mit diesen E-Mails amüsiert man den Empfänger für einen Moment, man sorgt für ein klein wenig Heiterkeit. Und das sollten wir alle anstreben.

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1. Starbucks – versüß deinem Kunden den Tag

Auf dich wartet ein kostenloses Getränk!

Das Belohnungsprogramm von Starbucks überbringt ständig gute Nachrichten. Das Ergebnis sind glückliche Kunden (wie ich), die sich darauf freuen, ihre E-Mails zu öffnen.

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Was ich an dieser E-Mail so liebe: Sie überbringt einfach gute Nachrichten. Sie bittet aber nicht darum, dass der Kunde irgendetwas unternimmt.

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Dies ist ein gutes Beispiel dafür, wie E-Mails eine Ebene für ein kundenbezogenes Unternehmen darstellen können. Der einzige Grund, warum die E-Mail versendet wird, ist das Belohnungsprogramm – man kann eine E-Mail wie diese hier nicht ohne eine gute Beziehung verschicken.

Für Watsi, eine Non-Profit-Plattform für Crowd-Funding, steht Kundenzufriedenheit an oberster Stelle. Mitbegründer Grace Garey fasste diese Strategie sehr gut in seiner Einschätzung der ersten Runde zusammen:

Du solltest mindestens eine E-Mail versenden, bei der es ausschließlich darum geht, den Empfänger zu erheitern.

2. Blue Apron – Liefere mehr, als von dir erwartet wird

Die Seite zum Anmelden des Blue Apron-Newsletters ist ziemlich überzeugend. Jede Woche ein neues Rezept? Klar, da melde ich mich an.

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Was dir Blue Apron aber nicht erzählt, ist, dass Abonnenten auch noch kostenloses Essen erhalten. Hier ist die Begrüßungsmail, die man einige Minuten nach der Anmeldung erhält:

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Blue Apron könnte dieses Angebot des kostenlosen Essens als Köder für neue Anmeldungen benutzen, aber sie machen es nicht, weil sie damit ausschließlich neue Abonnenten erheitern wollen. Es handelt sich um eine unerwartete Überraschung.

Death to the Stock Photo macht es genauso. Als ich den Mitbegründer David Sherr interviewte, erzählte er, dass sie Extraleistungen zu einem Bestandteil ihres Geschäftsbetriebs gemacht hätten:

Viele Unternehmen sagen „Abonniere unseren Newsletter und erhalte ein kostenloses E-Book“. Das sagen wird nicht. Aber wenn sich jemand anmeldet, geben wir ihm ein kostenloses Geschenk. Das ist eine schöne Überraschung.

Und wer freut sich nicht über eine schöne Überraschung?

3. Produktsuche – Sei nützlich

Benachrichtigungen wie diese bewegen sich auf einem schmalen Grat:

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Einerseits handelt es sich um noch eine weitere E-Mail im Posteingang. Aber andererseits hat Product Hunt erkannt, dass acht meiner Freunde sich alle für das gleiche Produkt interessieren. Ihre Namen oder Fotos waren in der E-Mail als Social Proof aufgeführt. Es macht Sinn, dass ich ihr Interesse teilen könnte.

Diese E-Mail gefiel mir sehr, weil sie einen Bezug hatte. Ich erhielt aktuelle Informationen, ohne dass um meine Aufmerksamkeit gebettelt wurde.

Sei bei solchen E-Mails vorsichtig, weil sie Leuten auch schnell auf die Nerven gehen können. Diese hier funktionierte gut, weil sie die gemeinsamen Interessen meiner Netzwerkumgebung zusammenfasste. Hier ist Fingerspitzengefühl gefragt, aber wenn du es hinbekommst –und es vor allem gut machst–,  dann bietest du damit deinen Kunden einen zusätzlichen Nutzen.

4. Hover – frag nicht nach einer Gegenleistung

Ich erhalte fast nie E-Mails von Hover. Aber wenn sie mir etwas schicken, dann handelt es sich um etwas Nützliches wie das hier. Ich habe mich so daran gewöhnt, dass ihre E-Mails Nützliches enthalten, dass ich sie immer öffne.

Das Beste daran? Sie wollen nie eine Gegenleistung.

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Es gibt so viele Möglichkeiten, nützliche E-Mails zu versenden, und Updates wie diese gehören dazu. Deine Kunden verdienen es, über Produktverbesserungen, Sicherheitsinformationen und Veränderungen ihres Kontos informiert zu werden. Schick ihnen E-Mails, die für sie von Nutzen sind, ohne sie um eine Gegenleistung zu bitten.

Es hat mehr den Charakter von Brieffreundschaft als Marketing, und deine Kunden werden es dir danken.

5. Intercom – Versetze dich in deinen Kunden

Dies ist die E-Mail, die Intercom verschickt, wenn man eines ihrer Bücher anfordert:

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Es könnte einen Moment dauern, bis man versteht, was daran so besonders ist…

Verstanden? Man kann das Buch in drei verschiedenen Formaten herunterladen!

Auf den ersten Blick wirkt es vielleicht nicht so spektakulär, aber überleg mal, wie du Long-Form-Content liest. PDFs eignen sich hervorragend für einen Desktop-Computer, aber das Kindle-Format funktioniert viel besser, wenn man eine E-Mail auf einem Tablet oder Smartphone öffnet.

Egal, welches Gerät oder welche Plattform Kunden verwenden – die E-Mails, die du versendest (und ihre Anhänge) sollten eine großartige Erfahrung für den Leser produzieren. Es geht darum, sich in deinen Kunden hineinzuversetzen.

Genau das macht Intercom, weswegen es eine Freude ist, diese E-Mail zu erhalten.

6. Evernote – Gib Kunden das Gefühl, etwas geschafft zu haben

Wenn du dich für ein Evernote-Konto anmeldest, erhältst du fünf Onboarding-E-Mails für einen besseren Start.

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In der Betreffzeile jeder E-Mail erfährst du, in welcher E-Mail der Reihe du dich gerade befindest. Durch diese Information über den Fortschritt innerhalb der Reihe wird eine Erwartungshaltung für weitere E-Mails mit Erklärungen erzeugt. Laut Marketer Taige Zhang steckt hinter dieser Strategie relativ viel wissenschaftliches Fundament:

Menschen wollen Fortschrittsbalken sehen. Aber warum sind sie so effektiv, wenn es um Mitwirkung geht?

Weil wir als Menschen dazu angetrieben sind:

  1. Ziele zu haben, und dann
  2. Ziele zu erreichen.

Wir fühlen uns grundsätzlich gut, wenn wir etwas geschafft haben. Dr. Hugo Liu vom MIT und Hunch.com schreibt in seinem Artikel Need to Complete, „Wenn man eine komplexe Aufgabe löst, dann schüttet das Gehirn große Mengen an Endorphinen aus.”

Wenn du diese Tatsache bei deinem Onboarding-Prozess berücksichtigst, haben Nutzer schneller das Gefühl, etwas geschafft zu haben. Und weil Evernote ihre App in kleine, leicht verdauliche Teile untergliedert hat, fällt es nicht schwer anzufangen. Und so sind alle glücklich.

(Psst. Ich habe eine ganze Fallstudie zu diesen fünf E-Mails geschrieben, die du hier lesen kannst.)

7. ProFlowers – Mach es den Leuten einfach

Nachbestellungs-E-Mails sind eine einfache Möglichkeit, um deinen Kunden den Tag zu erleichtern. Es ist erstaunlicherweise recht schwer, gute Beispiele zu finden, aber diese E-Mail flatterte mir kürzlich in den Posteingang:

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Letztes Jahr kaufte ich meiner Mutter Blumen zum Geburtstag. Elf Monate später schickte mir ProFlowers diese E-Mail und erinnerte mich an den bevorstehenden Geburtstag meiner Mutter. Der Rabatt ist ganz nett, aber der wahre Nutzen dabei liegt darin, dass die E-Mail mir hilft, ein guter Sohn zu sein. :)

Dies ist ein gutes Beispiel für kontextbezogenes Marketing. Es bezog sich persönlich auf mich und basierte auf meiner vergangenen Kaufgeschichte und kam außerdem zum richtigen Zeitpunkt an.

Jetzt ist dein E-Mail-Marketing an der Reihe

Es ist nicht schwer, deine Kunden zum Lächeln zu bringen. Wenn du 30 Minuten übrig hast, um Facebook und Twitter zu checken, hast du auch genügend Zeit, um deinem Marketing etwas Persönlichkeit zu geben.

Hast du eine E-Mail erhalten, die dich ähnlich zum Lächeln gebracht hat? Teile es uns in den Kommentaren mit.

Unser Unbouncer Ben Harmanus hat den Beitrag für unseren deutschen Blog angepasst. Er freut sich auf dein Feedback.Mint retention email-560

Über Jimmy Daly
Jimmy Daly is the content editor at Vero, a behavioral email tool, and the curator of Swipe File, a weekly marketing newsletter. Connect with him on Twitter at @jimmy_daly.
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  • Martin Bach

    Hallo,
    ich dachte zuerst, dass der Artikel mir nicht viel neues über Emailmarketing beibringen kann. Da mir eure Artikel bisher gut gefallen haben, habe ich geklickt und wurde positiv überrascht.
    Die Taktik von ProFlowers ist wirklich gut, erfordert aber natürlich ein gutes System, das Bestelldaten und -gründe intelligent erfasst. Spannend. Vielen Dank für die Inspiration.
    Gute Woche. Martin

    • Ben Harmanus

      Hi Martin,

      Da bin ich ganz bei dir. Natürlich ist das System von ProFlowers ohne ein intelligentes System bzw. Marketing Automation nicht “kopierbar”. Mit einer wachsenden Email-Liste ist es aber sowieso unabdingbar, E-Mails auf die Zielgruppe zuzuschneiden, um das Erlebnis zu verbessern.

      Freue mich, dass wir dich inspirieren konnten – viel Erfolg beim eigenen E-Mail-Marketing,

      Ben

  • Schade das nicht gezeigt wurde, was watsi verschickt, um seine Leute zu erheitern. Genau seine E-Mail hätte mich interessiert ;-)
    Konnte mich aber sehr gut in den Grundgedanken zu dieser Herangehensweise hinein fühlen. Manchmal ist eben nicht das “best offer”, sondern die “good news”.

    • Ben Harmanus

      Hi tierheimblogger,

      klicke auf den Link in der Passage und du erfährst mehr über die E-Mail-Strategie von watsi. Dieser war leider durch einen Formatierungsfehler nicht zu sehen – das habe ich jetzt schnell behoben.

      Viel Spaß beim “Weiterlesen”,

      Ben

  • Hallo Jimmy und Ben,

    das hat mich an eine total originelle Versandmitteilung erinnert, die ich per E-Mail erhalten habe. Der Verkäufer hat einen bleibenden Eindruck bei mir hinterlassen und ich habe dort wieder bestellt. Es wird heute so viel online gemacht und dann folgt eine langweilige Standardmail. Dabei ist es gar nicht so schwer einen Text persönlich und humorvoll zu machen, den Kunden zu erheitern und so im Gedächtnis zu bleiben.

    Viele Grüße
    Claudia

    • Ben Harmanus

      Hi Claudia,

      kannst du uns noch mehr über das Beispiel mit der originellen Versandmitteilung erzählen?

      Und ja, eine E-Mail sollte man eben nicht als notwendiges Übel betrachten, um eine Nachricht von A nach B zu bekommen, sondern immer wieder als einzigartige Chance, den Empfänger zu begeistern.

      Viele Grüße und vielen Dank für dein Feedback,

      Ben

      • Hallo Ben,

        ich habe die Versandmitteilung damals auf Google+ geteilt, weil ich sie so originell fand und sie ein gutes Beispiel ist, wie man eine Mail ansprechend und originell machen kann. Hier ist der Link https://plus.google.com/+ClaudiaDieterle/posts/8AP6rPApR5J

        Viele Grüße
        Claudia

        • Ben Harmanus

          Hallo Claudia,

          das ist ein fantastisches Beispiel. Ich habe so etwas in Deutschland vorher noch nicht gesehen. Wäre schön, wenn mehr Unternehmen so mutig wären. Leider haben zu viele Angst davor, dass sie unseriös wirken – vor dem Langweilen hat scheinbar niemand Angst.

          Liebe Grüße und vielen Dank für die tolle Ergänzung,

          Ben

  • Lena Lahrmann

    Habt ihr Beispiele für raffinierte Double-Opt-In Mails, die auf charmante Art betonen, wie wichtig dem Unternehmen das Thema Data Protection ist? Danke für alle Anregungen,
    Lena

    • Ben Harmanus

      Hi Lena,

      ein sehr guter Punkt in deutschsprachigen Raum. Ich nehme deine Frage in unsere Themenliste auf und bin sicher, dass wir dazu einen hilfreichen Artikel verfassen können.

      Vielen Dank für deine Frage (und Inspiration für einen weiteren Artikel),

      Ben