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    Digital Marketing Kickoff 2017

    Was ist ein guter Webtext?

    Was ist ein guter Webtext?
    Tippe nicht einfach los, sondern gehe strategisch vor. Bildquelle: Unsplash

    84 Prozent der Konsumenten erwarten von Marken, dass sie Content produzieren – so die Studie Meaningful Brands von Havas. Allerdings geben die Befragten auch an, dass 60 Prozent der produzierten Markeninhalte irrelevant und schlecht seien.

    Selbst die hübscheste Adwords-Anzeige oder Landing Page kann den Nutzer nicht überzeugen, wenn sie auf einem schlechten Text basiert. Gelungene und gut lesbare Texte zu schreiben, ist jedoch harte Arbeit, gerade wenn du dich nicht täglich damit befasst.

    Doch wie sehen gute Webtexte überhaupt aus? So viele Leute man dazu befragt, so viele Antworten wird man vermutlich erhalten. Doch so verschieden die Geschmäcker bei Texten auch sind – es gibt einige feste Regeln für attraktive Artikel:

    8 Tipps für gute Webtexte

    1. Auf kurze Sätze setzen

    Online-Leser sind nicht gerade für ihre Geduld bekannt. Vielmehr wünschen sie sich prägnante und leicht verständliche Sätze mit direkt erkennbarem Informationsgehalt. Bei Webtexten gilt daher: In der Kürze liegt die Würze. Streiche also jedes überflüssige Wort. Als grobe Faustregel kannst du dich an einer Länge von maximal 20 Wörtern pro Satz orientieren.

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    2. Schachtelsätze vermeiden

    „Die Immobilie, die in der Nähe der Schnellstraße nach Wiesbaden liegt, wird, sofern alle Voraussetzungen rechtzeitig erfüllt sind, noch bevor die Herbstferien in Rheinland-Pfalz beginnen, abgerissen.”

    Nicht gerade der eleganteste Satz, oder? Verschachtelte Sätze, die über mehrere Zeilen gehen, machen Texte schwer lesbar. Außerdem verlieren Leser bei komplizierten und langen Sätzen schnell die Lust. Du solltest verschachtelte Satzkonstruktionen also vermeiden und möglichst nicht mehr als zwei Kommata in einen Satz einbauen. Mit einfachen und klaren Sätzen liegst du dagegen richtig.

    3. Die perfekte Headline finden

    Allein die Headline kann darüber entscheiden, ob ein Text Leser findet oder nicht. Eine gute Überschrift im Netz sollte den Mehrwert eines Textes in Sekundenschnelle verdeutlichen. Sie sollte möglichst präzise und schnell erfassbar sein. Deshalb funktionieren online auch Überschriften mit Zahlen recht gut. Mit Schlüsselwörtern in der Überschrift zeigst du Lesern und Suchmaschinen sofort, worum es geht. Um deine Leser nicht zu langweilen, solltest du deine Headline-Struktur immer wieder abwechseln.

    4. Auf Klarheit und Verständlichkeit achten

    Der Stil eines Textes hängt von seiner Zielgruppe ab. Doch selbst, wenn es sich um eine Fachzielgruppe handelt: Mit Bürokratendeutsch und Juristensprache quälst du deine Leser nur. Auch viele Fremdwörter, Abkürzungen und Fachbegriffe stören den Lesefluss. Schreibe einfach, konkret und verständlich. Dazu gehört es auch, möglichst aktiv statt passiv zu schreiben und keine abgedroschenen Phrasen zu verwenden. Mit viel Fingerspitzengefühl eingesetzte Sprachbilder können hingegen gut funktionieren.

    5. Auf Fehlerfreiheit bauen

    Sprachlich korrekte Texte wirken seriös und professionell. Fehlerhafte Webtexte strahlen hingegen das Gegenteil aus. Belege deine Kompetenz mit korrekter Rechtschreibung, Grammatik und Zeichensetzung. Lies jeden Text vor der Veröffentlichung nochmals Korrektur, um peinliche Fehler zu vermeiden.

    6. Für Suchmaschinen optimieren

    Nicht nur für die Nutzer, sondern auch für Suchmaschinen wie Google ist die Qualität von Texten heute wichtiger denn je. In Deutschland entfallen nach wie vor die meisten Suchanfragen auf Google. Die regelmäßige Veröffentlichung von hochwertigen Inhalten auf einer Seite bewertet Google positiv. Du solltest der Suchmaschine dabei schnell klarmachen, worum es in deinem Text geht. Platziere dazu deine Keywords an den wichtigsten Stellen deines Textes:

    • in den Überschriften (H1 + H2)
    • an Text- und Absatzanfängen
    • im Seitentitel
    • in der Meta-Description
    • in Bild- oder Videonähe

    7. Text gut strukturieren und aufbereiten

    Wie lang ein Text idealerweise sein sollte, hängt von der Textart und dem Kanal ab. Eine Anzeige kommt mit wenigen Wörtern aus, ein Fachartikel informiert die Zielgruppe dagegen ausführlich.

    Ob es sich um einen Landing-Page-Text oder einen Blogartikel handelt: Eine klare Struktur ist immer die wichtigste Grundlage. Überlege dir am besten schon vor dem Schreiben, wie dein Text aufgebaut sein soll (etwa in Einleitung, Hauptteil, Fazit, Call-to-Action). Die Einleitung verdeutlicht, worum es in dem Text geht. Besonders der erste Satz ist hier entscheidend: Er sollte prägnant und verständlich sein sowie direkt zum Thema führen. Der Hauptteil behandelt verschiedene Aspekte des Themas. Im Fazit kannst du das Wichtigste nochmal zusammenfassen oder einen Ausblick geben. Abschließend kannst du den Leser mit einem Call-to-Action wie „Jetzt kostenlos anmelden!” zu einer Handlung bewegen.

    Niemand liebt Textwüsten. Genauso wichtig wie eine gute Struktur ist daher eine übersichtliche Aufbereitung deines Textes. Versehe die einzelnen Absätze mit treffenden Zwischenüberschriften und nutze gegebenenfalls Bulletpoint-Listen zur Auflockerung. Eine ansprechende optische Aufbereitung sowie passende Bilder erhöhen die Chance, dass Nutzer deinen Text gerne lesen. Eine übersichtliche Gestaltung erleichtert zudem die Lesbarkeit auf Mobilgeräten.

    8. Immer die Zielgruppe im Blick haben

    Es ist egal, wie gut dein Text ist, wenn er nicht für deine Zielgruppe relevant ist. Ein Text sollte im Hinblick auf Sprache, Stil und Inhalt stets auf die jeweilige Zielgruppe ausgerichtet sein. Der Inhalt sollte für sie neu sein sowie interessante und hilfreiche Informationen bieten. Zudem sollte der Text auf die Bedürfnisse der Zielgruppe eingehen. Verständlichkeit ist auch hier oberstes Gebot.

    Überzeugende Texte als Schlüssel zum Erfolg

    Du siehst: Nur wenn die Basis stimmt, kann dein Content den Nutzer zur gewünschten Handlung bewegen. Überzeugende Texte sind daher der Schlüssel für den Erfolg im Online-Marketing. Ein guter Text besteht aus einer klaren Struktur, kurzen Sätzen und treffenden Wörtern. Er ist ansprechend aufbereitet, zielgruppengerecht, verständlich und suchmaschinenoptimiert. Wer dann auch noch präzise und fehlerfrei formuliert, ist bei allen Textarten im Web auf dem richtigen Weg.

    Noch mehr Tipps und Beispiele für gute Marketing-Texte von Anzeigentext bis Zielseite erhaltet ihr im E-Book „Starke Texte für jedes Online-Marketing-Projekt” von Textbroker und Unbounce.

    Über Isabel Kiely
    Isabel Kiely ist seit 2013 Senior Content & Community Managerin bei Textbroker und leitet die Inhouse-Redaktion des weltweit führenden Content-Marktplatzes. Zuvor arbeitete sie als Redakteurin für verschiedene Print- und Online-Medien, darunter Springer Professional sowie die Frankfurter Rundschau. Verbinde dich mit ihr auf Xing.
    » Mehr Blog Posts von Isabel Kiely
    • Julia Argot

      Fehlerfreiheit, genau, total wichtig. Übrigens ist der Imperativ von lesen nicht lese …

      • Isabel Kiely

        Das ist wohl das beste Beispiel dafür, was passiert, wenn man seine eigenen Ratschläge nicht befolgt … Danke für das aufmerksame Lesen und den Hinweis. Wir haben es geändert.

        • Julia Argot

          Gerne! Fairerweise muss man sagen, dass es eine Art Berufskrankheit von mir ist – Korrektorat kann man halt nicht einfach abschalten …

          • Das kenne ich. Ich kann keine Website ansehen, ohne nach Verbesserungsideen zu fahnden!

            Da uns allen der Fehler durchgerutscht ist, kannst Du Dich übrigens mit bestens trainierten Sensoren rühmen. :)

            Grüße, Ben

      • Hallo Julia,

        Danke, dass Du Isabel und uns darauf hinweist. Ist leider auch der Unbounce-Redaktion durchgerutscht. Punkt 5 lesen wir uns ab jetzt jeden Tag mindestens einmal durch. ;)

        Liebe Grüße, Ben

        • Julia Argot

          :)

    • Die genannten Punkte sind allenfalls das Pflichtprogramm. Die Kür besteht darin, beim Leser Resonanz zu erzeugen. Den Leser abholen, das ist es. Mit einer Botschaft, die neue Einsichten bringt und bestimmte Dinge durchaus dramatisiert.

      Die genannten SEO-Tipps sind zwar richtig. Aus der Brille des zu umwerbenden Lesers sind aber allenfalls Usability-Aspekte wichtig.

      • Hallo Andreas,

        Ja, die genannten Punkte sind das Pflichtprogramm – und doch werden diese Punkte oftmals nicht abgearbeitet.
        Ich bin nicht sicher, ob jede Botschaft neue Einsichten bringen oder dramatisieren muss.
        Es gibt auch Artikel, die sich dadurch hervorheben, dass sie alles bisher zu einem Thema Gesagte zentral zusammenfassen. Dadurch entsteht auch etwas neues, obwohl es sich nur um kuratierte Inhalte handelt.
        Es kommt eben auf die Zielgruppe an, ein Boulevardblatt hat da zum Beispiel sicherlich ein anderes Konzept als ein Onlinemagazin für Wissenschaftler.

        Wenn Du Dich für mehr Tipps interessierst, die über das Pflichtprogramm hinausgehen, dann sieh Dir gerne das E-Book von Textbroker und Unbounce an: https://de.unbounce.com/ebook/ueberzeugende-online-marketing-texte/