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    Digital Marketing Kickoff 2017

    Die Anatomie erfolgreicher Pop-ups & Sticky Bars zur Leadgenerierung

    Die Anatomie erfolgreicher Pop-ups

    Schau Dir die Anatomie von erfolgreichen Pop-ups und Sticky Bars an und gehe ins Detail, wenn es darum geht, Deine Besucher bestmöglich zum Konvertieren zu animieren. Bildquelle: Pixabay

    Du bist auf der Suche nach wertvollen Informationen auf einer Website und bäääm, fährt Dir ein Stück Content in Form eines Pop-ups vor die Linse.

    Kennst Du ebenfalls nur zu gut? … Klar, kennen wir eigentlich alle 😈

    Immer, wenn im Marketing-Kontext das kleine Wort „Pop-up“ fällt, kann man bei genauem Lauschen, die zusammenschlagenden Hände über den Köpfen von Conversion-Junkies hören.

    Aussagen wie: “Hör auf Deine Nutzer abzulenken, Content-Flut oder Clickbait”, sind sicherlich keine Seltenheit und in der Tat berechtigt…

    Auch wenn viele bereits nervige Erfahrungen mit Pop-ups gesammelt haben, sollte es mit Hinblick auf positive Besucherbedürfnisse und Kennzahlen eigentlich das Ziel sein, dieses effektive Mittel zur Leadgenerierung in Zukunft besser zu konzipieren.

    Das ein Überangebot an Inhalten und Produkten herrscht, kann nur schwer ignoriert werden, die Frage sollte daher sein: wie wir mit der Informationsflut umgehen und unsere Zielgruppen trotzdem auf eine nutzwertige Customer Journey mitnehmen.

    Oder wie es Benjamin Brückner, Content-Spezialist und Gründer der Online-Plattform Freelance Start, so schön formulierte:

    Wie können Inhaltsanbieter in Zukunft noch aus diesem Überangebot hervorstechen? Per wertorientiertem Marketing, welches ethische Prinzipien als Maxime seines Handelns begreift und die Bedürfnisse und Ansprüche der Menschen (bzw. Konsumenten) in den Mittelpunkt stellt.

    Nutze Pop-ups mit richtigem Timing, Design & Ton

    Mittlerweile geht einfach ein bisschen mehr, als Deinen Besuchern lieblose Pop-ups in das Sichtfeld zu schieben. Und wie so oft dreht sich alles um Timing, Design und das Du die richtigen Worte wählst, um mehr aus dem Traffic zu holen.

    Damit die Hass-Liebe zwischen Marketern, Website-Besuchern und Pop-ups in Zukunft mehr in Richtung Liebe schwingt, erfährst Du in diesem Beitrag:

    • Was die Anatomie erfolgreicher Pop-ups ausmacht.
    • Welche Macht ein „Vielleicht später“ Call-to-Action haben kann.
    • Wie klassische Trigger und Timings das Nutzererlebnis beeinflussen.

    Die Anatomie erfolgreicher Pop-ups & Sticky Bars

    Ist es möglich das perfekte Pop-up zu designen…

    … das immer funktioniert und niemanden nervt?

    Oder eine Sticky Bar, die immer zu fröhlichen Konvertierungen führt?

    Natürlich nicht!

    Anatomie erfolgreicher Pop-ups und Sticky Bars

    Dennoch sollten wir uns die Bausteine nochmal vor Augen führen, um das Maximum aus unseren geplanten Aktionen herauszuholen.

    Wenn ich von Anatomie spreche, dann meine ich damit, dass es bei einem Pop-up in der ersten Ebene fünf Hauptelemente gibt, aus denen sich die Informationsarchitektur zusammensetzt.

    Eine Ebene dahinter befinden sich die funktionalen Aspekte wie Trigger und Targeting.

    Die fünf Hauptelemente eines Pop-ups sind:

    1. Eine aussagekräftige Überschrift inkl. Sub-Headline
    2. Details zum Angebot
    3. Hero-Image
    4. Vertrauen und Social Proof
    5. Call(s)-to-Action

    Eine Sticky Bar hingegen, ist ein horizontaler Balken, den Du oben oder unten auf Deiner Website fixieren kannst, um wichtige Mittlungen unaufdringlich anzeigen zu lassen.

    Die Sticky Bar zwingt Dich aufgrund des sehr begrenzten Platzes ebenfalls dazu, die Essenz Deiner Botschaft zu extrahieren.

    Die zwei nützlichen Hauptelemente einer Sticky Bar sind:

    1. Eine Benefit-lastige Headline zzgl. Mini-Details zum Angebot
    2. Call-to-Action (z.B. inkl. Eingabefeld für Namen oder E-Mail)

    Sticky Bars anstatt Pop-ups nutzen

    Mir hilft die Verwendung eines strukturellen Design-Ansatzes dabei den optimalen Content-Schwerpunkt zu legen sowie die richtigen Interaktionselemente für eine gute Conversion zu nutzen.

    Natürlich kannst Du nicht jedes Element in einem kleinen Pop-up verwenden, aber Du kannst Dir die besten Teile jedes anatomischen Abschnitts auswählen, um Dein Angebot bestmöglich zu präsentieren.

    Die eingekreisten Icons innerhalb jedes Abschnitts
    zeigen Dir zudem die Bereiche, welche Du mit Unbounce noch individueller anpassen kannst, damit nicht jeder Besucher Deine Pop-ups oder Sticky Bars sieht.

    1. Aussagekräftige Überschrift & Sub-Headline

    Die Überschrift und die Sub-Headline des Pop-ups sind das Fundament Deines Leistungsversprechens.

    Deine Besucher sollten den Inhalt zügig verstehen können. Daher sind Typographie, Lesbarkeit und Klarheit Deines Angebotes essentiell.

    Zusätzlich kannst Du auch DTR (Dynamic Text Replacement), URL-Targeting oder Standort-basiertes Targeting nutzen, um Dein Pop-up noch persönlicher zu gestalten. DTR hilft Dir die Relevanz Deiner Pop-ups zu erhöhen, indem Du die Anzeigen mit den Suchanfragen Deiner Besucher abstimmst.

    Falls Dir mal kreativer Input bei Deiner Headline fehlt, check doch mal den Beitrag „51 legendäre Überschrift-Vorlagen“ von Walter Epp im Chimpify Blog.

    Möglichkeiten Pop-up Headlines anzupassen

    2. Details zum Angebot

    Die Details geben die aufgezählten Spezifikationen sowie den Mehrwert zu Deinem Angebot wieder. Das kann zum Beispiel der Preis, ein Rabattangebot, der Angebotszeitraum, oder der erweiterte Mehrwert sein, der durch die Inanspruchnahme entsteht.

    Überlege Dir den größten Mehrwert Deiner Leistung und liste diese Spezifikation für Dein Angebot auf.

    Angebots-Details auf Pop-ups einfügen

    3. Hero-Image

    Kurz gesagt existieren zwei Wege, wie Du Bilder für dein Pop-up nutzen kannst.

    Ein Full-Size-Hintergrundbild eröffnet Dir die Möglichkeit, das visuelle Erlebnis für Deine Besucher anzuheben. Außerdem kannst Du Deine Textinhalte frei auf dem Pop-up platzieren.

    Alternativ kannst Du ein fest platziertes Bild nutzen und an den Ort Deiner Wahl setzen.

    Beide Möglichkeiten sollten ausprobiert werden, damit Du erfährst, was für Dein Angebot am besten funktioniert.

    Hero Image für Pop-ups verwenden

    4. Vertrauen & Social Proof

    Es gibt etliche Möglichkeiten um den Social Proof zu kommunizieren (siehe Abbildung). Nutze am besten immer den Inhalt, der Deine Zielgruppe besonders gut abholt.

    Sicherheit kann ebenfalls einen wesentlichen Faktor Deiner Kommunikation darstellen und zu einem besseren Gefühl während der Transaktion Deiner besucher führen.

    Falls Du also z.B. noch kein HTTPS-Zertifikat eingebunden hast, sind sowohl Deine Seite als auch Deine Pop-up nicht sicher. Achte also darauf, dass sich in der Adressleiste Deines Browsers ein Schloss-Symbol befindet und besorge Dir ansonsten ein SSL-Zertifikat bei einem der zahlreichen Anbieter.

    Vertrauen und Social Proof Webdesign

    5. Call(s)-to-Action

    Bekanntermaßen existieren auch zahlreiche Wege, Deinen Besuchern ein Interaktionselement bereitzustellen, damit sie erfolgreich Deine Leistung in Anspruch nehmen können.

    Innerhalb der Abbildung findest Du die verfügbaren Unbounce-Möglichkeiten, wenn Du den Call-to-Action designst.

    Hast Du es eigentlich schon mal mit einen „Vielleicht später“ CTA probiert?

    Call-to-Action für Pop-ups und Sticky Bars

    Lass uns doch noch einen Moment bei den Calls-to-Action bleiben und die Wortwahl „Vielleicht später“ beleuchten.

    Es ist mittlerweile fast schon zur Gewohnheit geworden, mehrere CTAs anzubieten und den “Ablehnen”-Button, mit einer für den Besucher negativ behafteten Botschaft, zu formulieren.

    Beispiele wären hier:

    • “Nein, ich will meine Conversion nicht erhöhen”
    • “Nein Danke, ich friere gerne im Winter”
    • “Nein, ich möchte dick bleiben”

    Ok… etwas überspitzt, aber letzteres ist schon ziemlich hart, oder?

    Ich weiß nicht wie es Dir geht, aber ich mag es nicht mich schlecht zu fühlen, nur, weil ich gerade nicht auf ein Angebot einsteigen möchte.

    Auch dann nicht, wenn ich eigentlich weiß, dass es gut ist, ich aber gerade einfach keine Muse dafür habe.

    Stattdessen würde ich mich viel mehr freuen, wenn ich auch zu einem späteren Zeitpunkt die Möglichkeit hätte, auf das Angebot zurückzukommen.

    Wie wäre es daher mit den einfachen Worten: “Danke, vielleicht später”

    vielleicht-später-wireframe-ecommerce-popup-zu-sticky-bar

    Die Nutzung einer guten visuellen Hierarchie der CTAs unterstützt Deine Besucher zudem beim Verarbeiten und Auswählen der verschiedenen Botschaften.

    Und jetzt kommt der Clou an der ganzen Sache.

    Wenn Du einen “Vielleicht später”-Button integrierst, kannst Du ihn mit Deiner Sticky Bar kombinieren, sodass Dein Angebot verkleinert wird und am unteren Rand der Seite erscheint, aber jederzeit durch Deinen Besucher proaktiv ausgelöst werden kann.

    I like 🤓

    So könnte das Ganze dann in Aktion aussehen…

    vielleicht später-ecommerce-popup

    “Vielleicht später“ ist eine Möglichkeit, um das Engagement zu erhöhen und die Frustration Deiner Besucher zu reduzieren.

    Du legst mit dieser passiven Handlungsaufforderung etwas Kontrolle zurück in die Hände Deiner Besucher und weist höflich darauf hin, dass Du auch zu einem späteren Zeitpunkt noch mit Deinem Angebot für sie da bist.

    Klingt doch ziemlich nett, oder?

    Timing ist alles – 6 Wege Deine Pop-ups & Sticky Bars anzeigen zu lassen

    Lass uns wie angekündigt nochmal kurz in die wesentlichen Trigger-Möglichkeiten einsteigen.

    Wie Du bereits bei dem „Vielleicht später“-Button gesehen hast, ermöglichen Dir spezielle Trigger-Funktionen, eleganter mit Deinen Besuchern in Interaktion zu treten.

    Nachfolgend skizziere ich Dir nochmal die 6 klassischen Wege, wie Du Pop-up Trigger und Sticky Bar-Auslöser einsetzen kannst und sie das Nutzererlebnis beeinflussen.

    In meinem nächsten Artikel werde ich zahlreiche Beispiele für Trigger & Targeting aufzeigen.

    Bei Ankunft

    Bei einem Eingangs-Pop-up wird grundsätzlich entgegen der Nutzerintension gearbeitet.

    Bild: Giphy

    Deine potentiellen Kunden kommen in der Regel mit einer konkreten Absicht (stöbern, informieren, vergleichen, kaufen etc.) auf Deine Seite. Versuche ihnen den nötigen Freiraum zu geben und promote Dein Angebot lieber nur dann, wenn es wirklich einen ordentlichen Mehrwert in der jeweiligen Situation bietet.

    Analysiere daher die permanente Promotion des Must-Have-Angebotes neben Umsatz- und Conversion-Erfolg auch auf Nutzerakzeptanz (z.B. mit einem Usability-Test).

    Mit Verzögerung

    Die Möglichkeit der Verzögerung bietet sich vor allem gut bei inhaltsträchtigen Seiten an.

    Im ersten Schritt gibst Du den oben erwähnten Freiraum, damit sie Dein Anliegen besser verstehen können.

    Mit Tools wie Hotjar kannst Du das Klick- und Scroll-Verhalten betrachten, zusätzlich solltest Du noch die Verweildauer in Analytics prüfen, um Dein Pop-up im richtigen Moment zu platzieren.

    Anschließend entscheidest Du, wann das Pop-up erscheinen soll.

    Beim Scrollen

    Das nächste Level der Verzögerung, stellt das Triggern beim Scrollen dar.

    In anderen Worten: Falls Deine Website über einen Abschnitt verfügt der besonders gut zu einem Pop-up passt (oder umgedreht), kannst Du Nachrichten perfekt zeitlich planen und anzeigen lassen.

    Beim Hochscrollen (nur Sticky Bar)

    Du kannst natürlich auch versuchen den Kontakt einzusammeln, sobald er anfängt nach oben zu scrollen. Diese Möglichkeit ist perfekt für mobile Endgeräte geeignet und bietet eine interessante Alternative zum Exit-Trigger (siehe weiter unten) auf Desktop-Geräten.

    Mit dieser Variante umgehst Du auch das Risiko, Pop-ups auf mobilen Endgeräten anzeigen zu lassen, die wegen der Größe das Nutzererlebnis negativ beeinträchtigen.

    Beim Klicken

    Hast Du schon mal probiert, die Kontrolle an Deine Besucher abzugeben?

    Statt immer die gleichen neuen Tabs oder Seiten öffnen zu lassen, wie wäre es, wenn Du stattdessen Dein Pop-up oder die Sticky Bar erst anzeigen lässt, sobald Deine Besucher einen Call-to-Action betätigen?

    Da das Pop-up auf einer explizit geäußerten Absicht Deines Besuchers basiert, stellt der Klick-Trigger die absolut beste Option dar, wenn Du eine angenehme User Experience schaffen möchtest.

    Du könntest zum Beispiel auch direkt im Beitrag Links zum Anmelden im Text setzen und sobald auf den Link geklickt wird, bekommen Deine Besucher das Pop-up zu sehen.

    Möge die Macht mit Deinen Besuchern sein.

    Bild: Giphy

    Beim Verlassen (Exit-Trigger)

    Exit-Pop-ups sind prinzipiell großartig, da fast jeder sie sieht.

    Aber sie besitzen leider nicht die Intelligenz zu wissen, ob Dein Besucher den Inhalt genossen hat oder nicht.

    Nach den Erfahrungen die wir mit der Unbounce-Homepage gemacht haben, hängt die Conversion Rate stark vom wahrgenommenen Wert des Beitrags und generellen Angebots ab. Pop-ups mit integriertem Video, E-Book-Angebot oder Webinar-Promotion konvertieren dabei deutlich besser als die klassische Frage nach dem Blog-Abo.

    Auch das Beispiel von Canvas Factory, die mit einem einzigen E-Commerce-Pop-up 1 Million Euro umsetztet zeigt, dass dieses Pop-up bei cleverem Einsatz einiges bewirken kann.

    Fazit: Exit-Trigger sind Deine letzte Chance, um mit einem Pop-up Deinen Besucher zum Konvertieren zu bewegen… aber bitte nur, wenn Du auch wirklich ein wertvolles Anliegen hast.


    Setzt Du ebenfalls auf Pop-ups oder graut es Dir bei dem Gedanken? Welche Erfahrung hast Du bisher gemacht? Teile es mir in den Kommentaren mit.

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    Über Christian Kleemann
    Marketing Consultant, Agile Coach und UX-Researcher Christian Kleemann unterstützt seit über 5 Jahren Unternehmen, digital gefunden zu werden. Mit einem Herz für nützliche Inhalte, Zielgruppenforschung und Web-Usability, sorgt er für nutzerfokussierte Inhalte mit Mehrwert. Seine Erfahrung teilt er auf Events, Blogs und in Webinaren. In seiner Freizeit studiert er Geopolitik und Geschichte.
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