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    Digital Marketing Kickoff 2017

    Warum ich deinen Content nicht teilen kann

    Unbounce: Ich kann deinen Content nicht teilen. Wortwörtlich!
    Ich kann deinen Content nicht teilen. Foto: Pixabay CC0-Lizenz.

    Regelmäßig durchforste ich das Web nach Inhalten, die für mich und die Follower der von mir betreuten Social-Media-Kanäle interessant sind. Das kann unheimlich viel Spaß machen. Kann…

    Manchmal stoße ich auf richtig gute Artikel in Blogs, die ich vorher nicht kannte. Super, ich habe eine neue Quelle für share-würdigen Content gefunden. Leider verpufft in vielen Fällen mein Gefühls-Hoch sehr schnell.

    Ich kann deinen Content nicht teilen. Wortwörtlich!

    Beim Teilen, naja eher dem Versuch des Teilens, fällt mir auf, dass der Artikel überhaupt nicht hierfür optimiert wurde.

    Dein Content Marketing macht auf halber Strecke halt.

    Denn ist dein Content erst mal live, beginnt dein Marketing. Du musst deine Inhalte nicht nur selber streuen, sondern auch dafür sorgen, dass ich es kann. Ich bin dein Multiplikator, einer von vielen möglichen – und du kannst dafür sorgen, dass ich noch besser für dich arbeiten kann.

    Hier sind ein paar Tipps, mit welchen simplen erfolgserprobten Optimierungen du deine Leser in Botschafter umwandelst und sie deine Blog Posts innerhalb von Stunden Dutzende Male teilen.

    Tech Inbound Sessions

    Bestimme, was deine Leser über deine Inhalte tweeten

    Fangen wir mit einem meiner Lieblings-Tricks an. Nutze in deinem Blog Plugins wie Click to Tweet von CoSchedule, damit deine Inhalte mit deiner Botschaft geteilt werden. Das bietet viele Vorteile:

      • Das ist für deine Leser saumäßig bequem. Der Besucher klickt und tweetet deine vorbereitete Message.
      • Da ich meinen Twitter-Nutzernamen in den Tweet einbaue, bekomme ich mit, dass du meine Inhalte teilst. Hey, das freut mich und schon favorisiere oder retweete ich deinen Tweet. Und einen Follower gewinnst du auch noch.
      • Du kannst den Inhalt des Tweets bestimmen. So kannst du sicherstellen, dass die Nachricht im Kontext zu deinem Content die richtige Zielgruppe anzieht.

    Diese Tweets vorzubereiten ist nicht mal zusätzliche Arbeit. Jeden Text, den du für deine Leser vorbereitest, kannst du selber zum Teilen nutzen.

    Ich sehe jeden Tag, wie User unsere vorbereiteten Tweets nutzen. Jedes Mal freue ich mich über diese coole Funktion, die mein Leben und das unserer Leser besser macht.

    Content Marketing: Mit Bildern zu mehr und wirksameren Shares

    Unbounce: Mit Bildern zu mehr und wirksameren Shares deiner Blog Posts
    Content Marketing: Mit Bildern zu mehr Shares. Foto: Pixabay CC0-Lizenz.

    Wenn ich Inhalte teile, dann in der Regel mit einem visuellen Häppchen.

    Tweets mit Bildern bekommen mehr Aufmerksamkeit im vollen Feed. Das liegt daran, dass wir Bilder 60.000 mal schneller verarbeiten als Texte.

    Reichere deinen Blog-Post mit Bildern an, die deine Besucher zum Teilen nutzen können. Du fängst beim Header-Foto an und verteilst weitere Bilder im Artikel. Das lockert nicht nur deinen Post auf, es gibt mir auch die Möglichkeit, deine Inhalte über Twitter in kurzer Zeit mehrfach mit unterschiedlichen Bildern zu teilen.

    Das immer gleiche Visual nutzt sich ab und nervt die Follower. Gib ihnen eine Auswahl an Bildern und bring Abwechslung in unsere Feeds.

    Tipp: Schau dir auch den Artikel „6 Dinge, die wir alle im Social Media Marketing lassen sollten“ von meiner Kollegin Hayley Mullen an. 

    Achte dabei auf zwei Dinge:

    • Die Bilder dürfen nicht zu lizenzrechtlichen Problemen führen. Stelle sicher, dass deine Besucher diese in sozialen Netzwerken hochladen und teilen dürfen. Auf Pixabay gibt es unzählige per Creative Commons Licence 0 nutzbare Fotos. Bevor du jetzt wild diese Bilder verarbeitest, lies diesen Artikel zu Bildrechten von Robert Weller.
    • Hau nicht nur Screenshots von Kurvendiagrammen oder fiesen Tabellen in deinen Post. Diese sind im Feed in den sozialen Netzwerken keine Visuals, die emotional auf unsere Follower einwirken. Platziere mindestens ein Bild, dass im Kontext funktioniert und uns berührt.

    Nutze Plugins und optimiere deine Bilder und Vorschautexte im Backend

    Die meisten Social-Media-Kanäle ziehen sich beim Sharen ein Bild aus deinem Blog. Meistens ist es das erste Bild deines Artikels. Ich habe jedoch schon erlebt, dass Facebook ein Bild zeigt, dass mit meinem Artikel nichts zu tun hat. Überlasse es nicht der Social Media, mit welchem Bild dein Artikel geteilt wird.

    Optimiere deine Inhalte mit WordPress Plugins wie Yoast

    Und bitte, vermeide, dass ich manuell ein anderes Bild hochladen muss. Ich möchte deine mangelhafte Onpage-Optimierung nicht ausbaden.

    Nutze Plugins wie Yoast für WordPress und lege im Backend deines Blogs die passenden Bilder ab. Übrigens kannst du hier auch gleich einstellen, welcher Text angezeigt wird.

    Zeige mir deine Social-Media-Kanäle und die Anzahl der Shares

    Wenn ich gute Artikel finde, dann möchte ich diese nicht nur teilen. Ich möchte, dass du weißt, dass ich deine Inhalte teile! Deswegen suche ich deinen Usernamen auf Twitter, Facebook oder Google+. Oftmals werde ich auf deinen Webpages nicht fündig – und Suche selber in der Social Media. Ich bin dann immer wieder überrascht, dass es Blogs gibt, die ihre (lebendigen) Kanäle nicht auflisten.

    Unbounce: Zeige mir deine Social-Media-Kanäle
    Wertvoller Content, doch wo sind die Social-Media-Kanäle? Screenshot: axel-schroeder.de

    Wieso zeigst du mir deine Social-Media-Kanäle nicht? Das ist lästig.

    Wenn es meine Zeit nicht zulässt, gebe ich auf. Ich tagge dich nicht. Du weißt nicht, dass ich deine Inhalte teile und wir werden keine Freunde. Ist doch schade – oder?

    Okay, deine Social-Media-Kanäle sind drinnen. Jetzt platziere auch noch Sharing-Buttons für alle Kanäle, die deine Zielgruppe nutzt. Die entsprechenden Kanäle hast du ja sicherlich längst recherchiert und in deinen Buyer Personas festgehalten. ;)

    Hast du nicht? Im Hubspot Blog gibt’s eine Anleitung, wie du Personas erstellst.

    Sei souverän und füge einen Shares-Zähler hinzu. Die Anzahl der Shares zeigt den Besuchern, dass deine Inhalte relevant sind. Dieser Social Proof verstärkt das Interesse, deine Inhalte zu teilen.

    Unbounce: Nutze in deinem Blog Social Sharing Buttons
    Social Media Sharing Buttons: Erleichtert das Teilen und ist Social Proof

    Und keine Sorge. Wenn dein Content einen Mehrwert bietet und du diesen für’s Teilen aufpolierst, dann wird dein Zähler auch ganz schnell befriedigendere Ziffern anzeigen.

    Erlaube Kommentare und sei verdammt nochmal web-sozial

    Du hast die Kommentar-Funktion entfernt? Wieso? Foto: Giphy.com

    Keinen Zähler zu haben ist so feige wie die Kommentar-Funktion zu entfernen. Ich hasse es, wenn ich mir einen ellenlangen Post durchlese und dann nicht kommentieren kann!

    Welche Gründe gibt es, die Kommentar-Funktion nicht zu aktivieren? Du…

    • hast dich mit dem Inhalt nicht genug auseinandergesetzt und kannst keine Diskussion darüber führen
    • traust der Qualität deiner Inhalte nicht und hast Angst, dass keiner kommentiert
    • bist zu faul, um Kommentare zu beantworten und willst keine Kapazitäten (Personal) dafür schaffen

    Schäm dich.

    Ich habe schon von sogenannten Experten gehört, dass man lieber die Kommentar-Funktion am Anfang abschaltet. Was ist das für ein Schwachsinn? Wieso willst du die Chance auf Kommunikation mit deiner Zielgruppe im Keim ersticken?

    Das ist das klassische Henne-Ei-Problem. Dein Blog kommt nicht in Gang, wenn du nicht mit gutem Content startest und dich web-sozial zeigst.

    Content Marketing: Platziere sympathische Autoren-Profile

    Content Marketing: Zeige den Autor des Artikels
    Wieso soll ich deinen anonym verfassten Content teilen? Foto: Pixabay CC0-Lizenz.

    Und noch so ein Unding!

    Ich scrolle runter. Keine Autoren-Biographie. Naja, manchmal ist diese ja auch in der Sidebar. Ich scrolle hoch, hin und her – nichts zu finden.

    Der Artikel weist keinen Autor aus.

    Wenn niemand seinen Namen hergibt, dann spricht das oftmals für lieblos am Fließband produzierten Content.

    Ich lese solche Artikel nicht. Kein Scherz – und logischerweise teile ich sie auch nicht.

    Das ist unpersönlich. Wieder einmal weiss ich nicht, wen ich beim Teilen adressieren (sprich: in Twitter taggen) soll.

    Das Autoren-Profil muss folgendes enthalten:

    • Ein sympathisches Foto. Nimm dich selbst nicht zu ernst. Sei einer mit dem man gerne von Angesicht zu Angesicht quatschen möchte.
    • Eine Biographie, die nicht nur zum Angeben da ist. Vermittle freundlich, wieso du zu diesem Thema einen Mehrwert vermitteln kannst.
    • Die Social-Media-Profile. Ich möchte beim Teilen nicht nur den Blog oder die Brand erwähnen, sondern auch den Autor.

    Unterschätze niemals das Autoren-Profil. Stoße ich auf einen Autor, der im gleichen Bereich bloggt, dann bitte ich über Xing oder LinkedIn um’s Verbinden. Das hat den Vorteil, dass wir beide neu publizierte Inhalte des jeweils anderen mitbekommen – egal wo diese Inhalte veröffentlicht werden. Und dann bei Gefallen teilen.

    Mein Fazit: Mache deine Inhalte teilbar oder stoppe die Content-Produktion

    Dutzende Marketer oder Social-Media-Begeisterte wie ich sind täglich auf der Suche nach Inhalten, die für unsere Follower beziehungsweise unser Netzwerk interessant sind. Unsere Zeit ist ein knappes Gut. Lege uns daher keine Steine in den Weg.

    Erzähle nicht, dass du zu beschäftigt bist, Blog-Posts zu schreiben. Du raubst deinem womöglich epischen Content die Möglichkeit, richtig Feuer zu fangen.

    Eine Faustregel besagt:

    Investiere 20% deiner Zeit in die Content-Produktion und 80% in die Distribution.

    Mache deine Inhalte optimal teilbar:

    • Bereite Tweets und Texte vor (Tweet Plugins)
    • Platziere stimulierende Bilder, die zum Teilen genutzt werden dürfen
    • Optimiere deine Inhalte im Backend für’s Teilen (Yoast für WordPress)
    • Zeige deine Social-Media-Kanäle und wie oft dein Content geteilt wird
    • Aktiviere die Kommentar-Funktion und lade zum Austausch ein
    • Verwende eine sympathische wie auch professionelle Autoren-Biographie

    Diese Optimierungen helfen uns, deinen Content blitzschnell als teilenswert zu bewerten. Das spart Zeit.

    Wir danken es dir, indem wir wiederkommen und deine Inhalte fleißig teilen.

    Welche bewährten Taktiken nutzt du, damit dein Content öfter geteilt wird? Lass es mich in den Kommentaren wissen!

    Über Ben Harmanus
    Ben Harmanus ist Marketing Director bei konversionsKRAFT (Web Arts AG). Er liebt es, relevante Content-Welten zu erschaffen, das Nutzererlebnis von Webpages zu optimieren und sich über beides mit Einsteigern wie Experten auszutauschen. Sein Wissen und seine Erfahrungen teilt er als Referent auf Konferenzen und Online-Events. Zudem ist er Bestseller-Autor von Content Design: Durch Gestaltung die Conversion beeinflussen.
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