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    Digital Marketing Kickoff 2017

    Wie du in 24 Stunden eine datengetriebene Content-Strategie erstellst

    Wie du kostenlos eine Content-Strategie innerhalb von 24 Stunden erstellst und welche Arbeitsschritte du gehen musst
    Du kannst innerhalb von 24 Stunden eine solide Content-Strategie auf die Beine stellen, indem du kostenlose Tools und deinen Gehirnschmalz anzapfst. Bild: Pixabay

    Content-Marketing und das Entwickeln einer Content-Strategie sind keine neuen Trends für die Zukunft – Sie finden längst statt.

    Und wenn du keinen relevanten Content verwendest, um dein Publikum zu vergrößern, dann bleibst du hinter deiner Konkurrenz zurück, die nämlich genau dies bereits tut.

    Aber es ist ungeheuer aufwendig, eine Content-Strategie zu konzipieren – vor allem, wenn man es alleine macht.

    Richtig?

    Dan McGaw ist anderer Meinung – und seine Ergebnisse zeigen, dass er recht hat.

    Er und seine Agentur Effin Amazing haben die gleiche Strategie benutzt, um ChupaMobile’s organischen Traffic um 19% und den Umsatz um 38% anzuheben – und zwar mit einer Vorgehensweise, um eine erste Content-Strategie in nur 30 Minuten zu erstellen.

    Diese Content-Strategie kann von nur einer Person in nur einem Tag erstellt werden, und zwar mit ausschließlich kostenlosen Tools von Google und etwas Recherche.

    Es fängt damit an, dass man herausfindet, wonach Menschen bereits suchen.

    Verwende Google Keyword Planner, um die Nachfrage nach Content einzuschätzen

    Eine der „Content-Marketing-Märchen“, über die Dan spricht, lautet, dass die Produktion von Content eine Kunst ist, die vornehmlich übers Bauchgefühl funktioniert. Dazu schreibt Dan:

    Wenn keiner nach deinem Content sucht, dann wird keiner den Content, den du schreibst, lesen.

    Also, wie schreibt man die Art Content, nach dem dein Zielpublikum tatsächlich sucht?

    Google’s Keyword Planner ist ein wirkungsvolles Tool für Pay-Per-Click-Marketer, die damit herausfinden, wie häufig spezielle Keywords gesucht werden, um dann damit ihre Kampagnen zu planen. Aber es eignet sich nicht nur für PPC.

    Dan erklärt, dass man es auch verwendet werden kann, um in wenigen Schritten herauszufinden, welche Art von Content dein zukünftiges Publikum erwartet:

      1. Gib einige Keywords zu deinem Produkt und der Branche ein. Darunter fallen auch die Namen der Konkurrenz oder Dienstleistungen, die mit deinen überlappen.
      2. Erstelle eine Liste der am häufigsten gesuchten Keywords. Google wird dir für jeden Begriff, den du eingibst, aufzeigen, wie oft er durchschnittlich pro Monat gesucht wird. Je nachdem, ob es sich bei deinem Inhalt um eine Marktlücke oder einen Mainstream-Begriff handelt, verändert sich das, was als akzeptabler Traffic bezeichnet werden kann. Für Dan stellt eine Suchrate von 10.000 pro Monate das Minimum für Content, für den sich Menschen interessieren, dar.

    Diese häufig gesuchten Keywords bilden das Herzstück deiner Content-Ausrichtung, da es sich hierbei um Content handelt, nach dem dein Publikum am ehesten suchen wird.

    1. Generiere Ideen für Keywords anhand dieser häufig gesuchten Keywords. Gib diese Liste der häufig gesuchten Keywords in den Keyword Planner unter Suche nach neuen Keywords anhand eines Satzes, einer Webseite oder einer Kategorie ein. Google wird mithilfe seines umfassenden Cloudwissens verwandte Keywords finden und aufzeigen.

    Es ist sehr wichtig, dass du diese Keywords in deinen Content einarbeitest, um organischen Traffic zu generieren.

    Aber die Recherche ist an diesem Punkt noch nicht beendet; die Keywords bilden lediglich das Herzstück.

    Generiere noch mehr Keywords mit vorausschauenden Suchergebnissen

    Jetzt wo du deine Liste mit anzustrebenden Keywords zusammengestellt hast, solltest du dir die Konkurrenz anschauen – wieder mit der bewährten Hilfe von Google.

    Aber stelle sicher, dass du dich im privaten Suchmodus befindest: Google personalisiert Suchergebnisse anhand deiner Suchgeschichte, und es sollte da nicht zu Überlappungen kommen.

    Dann kannst du anfangen, eine Suche anhand deiner Liste mit Keywörtern durchzuführen, und du wirst merken, dass etwas Wunderbares passiert: Google wird dir genau sagen, wie Menschen ihre Suchvorgänge formulieren, indem es dir die beliebtesten Sucheingaben als Empfehlung anzeigt.

    dan-mcgaw

    Mit diesen Informationen erfährst du, für welche speziellen Suchergebnisse sich Menschen interessieren.

    Denn letztendlich ist „Analytics“ nur ein Keyword – „Wie fügt man Google Analytics bei WordPress hinzu“ jedoch eine fast schon ausgearbeitete Idee für einen Post.

    Wenn du außerdem weißt, wonach Menschen suchen, dann erfährst du darüber hinaus genau, was sie finden werden.

    Sieh dir den Content deiner Konkurrenz an

    Dieser Aspekt ist der zeitintensivste deiner ganzen Content-Strategie, aber auch der wichtigste.

    Wenn du nicht weißt, was deine Konkurrenz so treibt, wie kannst du dann besser sein als sie?

    Dan schlägt vor, dass man anhand der Liste mit Keywords und der vorgeschlagenen Sätze eine Suche durchführt, und die ersten Ergebnisse auf der ersten Seite notiert:

    • Lies die drei neuesten Artikel auf der ersten Seite. Die Artikel, die du siehst, werden wahrscheinlich einige Monate bis zu einige Jahre alt sein. Konzentrier dich auf die neuesten.
    • Schreib die drei Dinge auf, die dir am meisten bei jedem ins Auge fallen. Und damit meine ich nicht schlechte Formatierung oder hässliche Bilder (obwohl diese auch gut sein müssen). Es geht nicht darum, selbstgefällig zu sein, sondern darum, Möglichkeiten zu finden, die du ausbauen kannst. Wenn einige wesentliche Fakten oder großartige Enthüllungen im Content deiner Konkurrenz fehlen, dann solltest du sie in deinen Content einbauen.
    • Dann schreibe drei Aspekte auf, die deinen Content aufwerten würden. Das kann bedeuten, dass du ein Thema ausbauen möchtest, das dein Konkurrent nur angerissen hat, indem du eine wichtige Information präsentierst, oder mit einem Format so zu experimentieren, dass es einnehmender wird.

    Aber du musst hier noch nicht aufhören.

    Indem du eine Keyword-Suche mit einem definierten Ziel auf Grundlage der Bedürfnisse deines Publikums kombinierst, kannst du noch weitere Content-Ideen aus deiner Keyword-Suche entwickeln.

    Erstelle neue Content-Ideen auf Grundlage deiner Keyword-Suche

    Effin Amazing hat diese Strategien verwendet, als sie ChupaMobile als Kunden übernommen haben, einen Marktplatz für App-Templates, wo Apps überarbeitet und als neue Apps herausgegeben werden können.

    Im Endeffekt haben sie vier essenzielle Blogthemen aufgestellt, die die Wünsche und Bedürfnisse ihres Publikums behandeln:

    • Einen mobilen Entwickler engagieren
    • Wie man eine mobile App auf den Markt bringt
    • Wie man mit Apps Geld verdient
    • Wie man Apps ohne Code baut

    Und mit dem Wissen über sowohl die Keywords mit dem höchsten Suchvolumen und den speziellen Sätzen, die zur Suche dieser Keywords verwendet werden, konnten sie eine Serie von Ideen für Blogposts aufstellen, die genau die Fragen, nach denen Menschen im Netz suchen, behandeln.

    Dan-McGaw-Blog-Post-Ideas

    Und genau das kannst du auch tun.

    Wenn du deine gesamte vorherige Recherche kombinierst, verfügst du sowohl über eine genaue Liste mit bereits bestehendem Content, mit denen du dich messen musst, als auch Informationen, welchen neuen Content du innerhalb deiner Strategie erstellen solltest, um dein Zielpublikum zu erreichen.

    Mithilfe von Landing Pages durch Content konvertieren

    Was passiert, wenn du es geschafft hast, mithilfe von klugem Content Traffic zu produzieren?

    Gibt es einen eindeutigen Weg von Content zu Conversion?

    Dan empfiehlt einen Ansatz, den wir auch hier bei Unbounce benutzen:

    1. eine bestimmte Form von nutzungsbeschränktem Content zu bestimmen (zum Beispiel ein E-Book)
    2. eine Landing Page dafür bauen, und auf diese Landing Pages mit verschiedenen CTAs in jedem Post zu verlinken, zum Beispiel am Ende eines Posts oder mit einem Exit Overlay.

    Dan-McGaw-CTA

    Es geht nicht darum, Druck auszuüben, sondern Möglichkeiten zu schaffen.

    Wenn du nicht fragst, kannst du auch nichts bekommen.

    Schaffe großartigen Content, verlinke auf relevante „Content-Upgrades“ mit darauf ausgerichteten Landing Pages und pflege die Leads von diesem Content. (Hier findest du auch einen Beitrag darüber, wie du deinen Leads am besten Danke sagst.)

    Die Profi-Schule für Growth-Hacking

    Dan beendete seine Ausführungen mit diesem Zitat:

    Growth-Hacking besteht nicht aus einer Strategie; es geht darum, wie man mehrere Strategien zusammenführt und automatisiert. So schafft man Wachstum!

    “Growth Hacking” ist ein Begriff, bei dem mir immer die Haare zu Berge stehen. Das Wort „Hack“ impliziert eine Abkürzung oder einen Workaround, also einen einfachen Weg zum Erfolg.

    Aber wenn dieser Begriff sich hält, dann gefällt mir diese Interpretation am besten – also eine, die Wachstum nicht nur als eine Aneinanderreihung von schnellen Einnahmen ansieht, sondern als Aufbau einer nachhaltigen Strategie auf der Grundlage von Daten bzw. eine Definition, von der unsere Unternehmen genauso profitieren wie unsere Leser und unsere zukünftigen und aktuellen Kunden.

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    Dieser Artikel wurde von Christian Kleemann für den deutschsprachigen Blog angepasst. Er freut sich über deinen Kommentar.

    Über Brad Tiller
    Brad ist Content Marketer bei Unbounce und verfügt über ein breites Spektrum an Erfahrung von der Leadgenerierung bis hin zum Social Media Marketing. Mit seiner Detailversessenheit hebt er durchschnittliche Marketing-Kampagnen auf ein episches Level. Verbinde dich mit ihm auf Twitter: @bradtiller
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