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Digital Marketing Kickoff 2016

22 brutal ehrliche Landing Page Rezensionen

Fürchtest du dich vor Olis Landing-Page-Rezension? Solltest du auch. Foto: Pixabay.

Ob X-Factor oder Supertalent – viele Kandidaten haben Angst vor Simon Cowell, wenn sie die Bühne betreten.

Es gibt jedoch auch besondere Menschen, die sich davon nicht einschüchtern lassen.

Sie wollen auf dieser Bühne stehen. Sie wollen sich ihre Seele aus dem Leib singen und Simon sprachlos sehen, mit einem Kloß im Hals.

Sie wollen hören, was der weltweit berühmt berüchtigte Popkultur-Kritiker zu sagen hat und ihrer Künstler-Karriere auf die Sprünge helfen.

Diesen Künstler gilt meine Anerkennung.
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Tech Inbound Sessions

Und heute applaudiere ich den Unbounce-Kunden, die mir erlaubt haben, ihre Landing Page Designs öffentlich zu analysieren.

Insgesamt sind es 22 tapfere Seelen und wir gehen wie folgt vor:

Ich stelle kurz und knapp meine ersten Gedanken und Ideen vor. Ich sage, was mir gefällt und – ganz wichtig – was besser gemacht werden kann, um die Conversion Rates anzukurbeln.

Ich bin schonungslos offen, aber fair. Aus Erfahrung weiß ich, dass die Wahrheit zwar oft wehtut, man sie aber doch irgendwie wissen will. Und lernen kann man nur, wenn man offen und ehrlich ist.

[ Lese-Tipp: 5 aufstrebende deutsche Start-Ups im knallharten Landing Page Check von Ben Harmanus ]

Eine kleine Erinnerung für die tapferen Unternehmer: Sinn und Zweck dieser Übung ist, euch zu helfen, euren zukünftigen Kunden angenehme und reizvolle Marketing-Erfahrungen zu bieten. Alles, was ich schreibe, kommt von Herzen und soll euren Erfolg fördern.

Legen wir los.

1. The Annuity Store

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Bevor ich mich an die näheren Einzelheiten mache, sollten wir doch einmal den Bullshit Detector zu Rate ziehen. Stell dir vor, du wärst ein Besucher, überflieg die Seite nur kurz – Augenmerk auf Vorteile.

Buzzword-Warnung: „STÄRKE DEIN MARKETING“; „WAS DU BEKOMMST“; „RELEVANTER AKTUELLER CONTENT“; „ÜBERZEUGENDES BEGLEIT-VIDEO“; KOSTENEFFEKTIV“; „TAS-EXKLUSIVE BRAND ADD-ONS“; „JETZT LOSLEGEN“; „NUR BEGRENZT VERFÜGBAR“; „ERFOLG GANZ EINFACH“ und schließlich „ABSENDEN“.

Wenn du das jetzt einmal laut vorliest, merkst du auch, dass das alles überhaupt nichts über das Angebot sagt. Wir neigen dazu, eine Seite zu überfliegen, weil wir ungeduldig sind. Diese Headlines sind hochwichtige Callouts über die Vorteile einer Geschäftsbeziehung mit dir. Ich denke, diese Seite muss von Grund auf neu konzipiert werden. Wenn deine hervortretenden Headlines eine Story erzählen, merkst du sofort den Unterschied.

  1. Alles ist blau! Wenn ein Farbton dominiert, hast du die einmalige Gelegenheit, mit einer Kontrastfarbe alle Aufmerksamkeit auf deinen Call To Action zu ziehen.
  2. „Heute noch anmelden“ – Wenn du die Seite nur kurz wie oben beschrieben überflogen hast, hast du überhaupt keinen Schimmer, wofür du dich anmelden sollst. Dein CTA sollte aussagekräftig sein und sich auf die Vorteile beziehen. Versuchs mal mit „Ich will eine Fertig-Webseite für Ruhestandseinkommen“ oder so was in der Richtung (ich weiß leider immer noch nicht, was das genau ist…).
  3. Ist es eine Broschüre? Also auf den Bildern neben dem CTA sieht es aus wie ein Bericht oder irgendwelcher Papierkram. Wenn es sich um eine Webseite handelt, zeig den Nutzungskontext und stell es in einem Browserfenster ein.
  4. Die Headline ist schwammig. „Überzeugendes Begleit-Video“ sagt mir nicht viel / – vielleicht einfach „Wir erstellen professionelle Begleit-Videos für dich.“
  5. „Nur begrenzt verfügbar!“ – Überzeugt bin ich nicht. Warum begrenzt? Wenn das wirklich der Fall ist, erklär zumindest warum. Das muss gar nicht kompliziert sein: „Wir möchten unseren Kunden den bestmöglichen Service bieten und müssen uns daher auf 8 neue Kunden im Monat beschränken – verlier also keine Zeit!“
  6. Was passiert, wenn ich das Formular anklicke? Ich habe keine Ahnung, warum du meine Telefonnummer, meine Stadt oder mein Bundesland wissen musst. Wenn ich einen Rückruf erwarten kann, gib das auch so im CTA an: „Rückruf anfordern“ oder „Ich bin bereit. Ruf mich an.“

2. PokerSnowie PokerCoach 2

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Ich liebe Poker! Das wird Spaß machen.

  1. Das Angebot ist verwirrend. „20% Rabatt >> Jetzt nutzen!“ OK. Wie viel kostet das? Ich muss nach unten scrollen, um es herauszufinden und dann steht da was von €9,92 jährlich. Ja, das ist aber der monatliche Preis für ein Jahresabo. (Na, schon verwirrt?) Naja. Das muss VIEL eindeutiger sein. Da muss €9,92/*Monat* stehen und dann könntest du den Originalpreis anzeigen, damit ich mich auch über den Rabatt freuen kann.
  2. PokerSnowie herausfordern? Wer ist das bitte? Auf dem Logo steht PokerCoach, was hat das mit Schnee zu tun? Jetzt hab ich den Faden voll und ganz verloren. Brand Overload.
  3. Wo soll ich denn bitte hingucken? Da ist so viel los, dass es echt in harte Arbeit ausartet, mich auf dieser Seite zurechtzufinden. Das Design sieht super aus, richtig geschmackvoll. Du musst aber ein wenig Klarheit und Platz schaffen, damit ich den Content auch gemütlich verarbeiten kann. Den Absatz unter dem PokerCoach-Logo würde ich löschen und stattdessen die Herausforderung der Hold‘em Poker-Software direkt in der Headline ansprechen.
  4. Wie lautet dein CTA? „10 Tage kostenfrei testen“ ist zwar eine gute Alternative unter deinem CTA-Button, aber wenn du das schon anbietest, könntest du es auch in Form eines primären CTA hervorheben. Gut, ich bin mir sicher, dass du selbst am besten weißt, welcher Ansatz insgesamt zu den höchsten Verkaufszahlen führt. Ich halte aber einen gleichwertigen Doppel-Button (der klassische Demo/Test-Ansatz für SaaS-Produkte) für eine gute Idee. Die beiden Buttons verankern sich gegenseitig und das Ergebnis ist oft erstaunlich. Ich würde mich über relevante Daten in den Kommentaren freuen.
  5. Die letzten paar Stichpunkte empfand ich als den einschlägigsten Teil der ganzen Seite. Diese Punkte gehören an den Seitenanfang, sodass ich sie auch tatsächlich lese. Ich würde mich jedoch auf etwa drei Punkte beschränken.
  6. Man kann es nicht oft genug sagen. Social Media Buttons müssen weg. Will ich nicht teilen, nerv mich nicht damit.
  7. „Nur für Windows.“ Na, super! Bitte frühzeitig segmentieren. Ein einfacher Hinweis am Anfang kostet nichts.  Ich meine, ich hab mich jetzt schon auf ein kleines Spiel gefreut – und jetzt verfällt mein gutes MacBook Pro beim Gedanken an ein hässliches Lenovo in tiefste Depressionen.

Mal so nebenbei: Ich war mal Creative Director bei Bodog, Poker ist mein Steckenpferd. Diese Rezension hat mir also wirklich Spaß gemacht. Nimm’s nicht persönlich. Ich möchte wirklich nur helfen.

3. The Weddingful Party

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Wie zielgerichtet oder segmentiert das Publikum für diese Seite ist, kann ich nicht beurteilen. Die Anzeigen habe ich nicht gesehen. Meinen Senf gebe ich trotzdem gern dazu:

  1. Die Tagline ist schwammig. „Iss, trink und deine Planung ist erledigt.“ Wen sprichst du damit an? Was wird hier geplant? Meine Hochzeit? Versteh’ ich nicht. Wie kann meine Planung abgeschlossen sein?
  2. Was ist eine „Weddingful Party“? Ich würde erstmal das Event beschreiben und angeben, warum ein Anbieter daran teilnehmen sollte. Und zwar in einem Satz.
  3. Die Headline ist auch nicht aussagekräftig. „Verlobte Paare treffen und unter sie mischen.“ Ich nehme jetzt mal an, dass sich das auf einen Serviceanbieter für Hochzeiten bezieht. Ich frage mich aber, warum verlobte Paare irgendwelche Gesellschaft suchen sollten. Die sind doch schon verlobt. Teile ich hier Hochzeits-Tipps mit anderen? Merkwürdig.
  4. OK, der Vorteil wird in der Unterzeile erläutert. Aber die ist viel zu klein und eigentlich besser als Headline geeignet. „Zeig dein Sample“ sagt mir auch nichts. Hier solltest du wirklich auf den Punkt kommen: „Präsentiere dein Sample verlobten Paaren, die Hochzeits-Services suchen“ oder so.
  5. Der CTA passt für einen Hochzeitsgast, und so gesehen ist auch dieses „Einladung annehmen“ schlüssig. Noch besser wäre es den Anbieter mit einem vorteilsorientierten Call To Action direkt anzusprechen. Eine Formulierung wie „Ja, ich nehme an der Weddingful Party am 27. teil!“ erinnert den User auch gleichzeitig an den Termin, der auf der Seite nicht leicht zu finden ist.

4. Kinderkrankenhaus

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Eine Rezension für ein Kinderkrankenhaus zu schreiben, fühlt sich wirklich brutal an. Aber wer mich nach Hilfe fragt, der bekommt sie auch. Ich nehme jetzt mal an, dass man über eine E-Mail-Kampagne auf dieser Seite landet. Nach einer Landing Page für eine bezahlte Suchanzeige sieht es jedenfalls nicht aus.

  1. Die Headline ist sehr flauschig und sagt überhaupt nichts über den Zweck der Seite. Die Unterzeile erklärt diesen schon wesentlich besser. Du könntest die beiden also einfach umgekehrt anordnen und so deutlich mehr Klarheit schaffen.
  2. Das Formular sieht viel zu lang aus. Ich soll mich doch nur zur Teilnahme anmelden? Kann ich wirklich eine Postwurfsendung erwarten? Warum brauchst du meine Postanschrift? OK, vielleicht brauchst du sie. Aber dann entferne zumindest das Feld „Hausnummer“. Die kann man doch auch im Adressfeld eingeben. Ist der Staat denn wirklich wichtig? Erwartest du Teilnehmer aus anderen Staaten?
  3. Das Design überschattet das Ziel dieser Seite. Der wesentliche Callout gibt die Details für das Event an und das ist ein guter Anfang. Allerdings lenkt das vom Formular ab – das erscheint dadurch nämlich zweitrangig. Ein Vorschlag wäre, das Formular unter die Wolke zu setzen, sodass der User zuerst die Details liest und sich dann direkt anmelden kann.
  4. Der CTA spiegelt die Emotionen des Events nicht wider. Der darf ruhig einladender und freundlicher wirken: „Wir kommen, reserviere uns einen Platz!“
  5. Die Seite ist insgesamt relativ lang. Mit einem Button am Seitenende, mit dem man ganz einfach wieder zum Seitenanfang scrollen kann, hilfst du dem User.
  6. Die Stichpunkte am Ende sind so klein, dass ich sie nicht wirklich lesen möchte.
  7. Außerdem würde ich die Überschrift „Stände & Demos zum Thema Sicherheit, unter anderem…“ umformulieren. Das Wort „Sicherheit“ schreckt ab. Das kannst du ehrlich gesagt einfach weglassen. Die Überschrift da drüber reicht vollkommen aus und so kannst du die Stichpunkte größer ansetzen. Dann lese ich sie auch…

5. Jamar Roofing

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Landing page von Geek Powered Studios.
  1. In der Headline steht „Über 40 Jahre Erfahrung“. Erfahrung in was? Dächer bauen? Dächer reparieren? Ich muss also zuerst die kleingeschriebenen Aussagen da oben lesen, bevor ich verstehe, worum es auf dieser Seite geht. Wenn ich als User über eine Anzeige auf dieser Seite lande, ist der Message Match zwischen der Anzeige und der Headline wahrscheinlich ziemlich schwach. Die Headline braucht ein aussagekräftiges Statement wie „Kostenvoranschlag vom bewährten Dachdecker Nr.1 in San Antonio einholen“ und eine Unterzeile, die diesen Anspruch bestätigt: „laut [wer das gesagt hat]“.
  2. Hero Shot – Die Fotos am Seitenanfang haben nichts mit Dachdecken zu tun. Ich nehme an, dass es sich hierbei um Kunden handelt. An dieser Stelle sind sie aber fehl am Platz. Du kannst deine Kunden gerne weiter unten vorstellen – mit einer Überschrift, die erläutert, dass es sich um zufriedene Kunden handelt.
  3. Der Text für die vier Content-Absätze ist winzig. Und dann lohnt sich das Lesen noch nicht einmal. Der erste Absatz wiederholt nur das, was ich schon weiß.
  4. Die Referenz unter dem Formular übersieht man leicht und wird nicht gelesen.
  5. Eine Kurzbeschreibung unter dem Header für das Formular („Termin für kostenfreien Kostenvoranschlag vereinbaren“) würde dem User helfen. So kannst du erläutern, dass du persönlich das Gebäude begutachtest und einen Kostenvoranschlag erstellt. Dann weiß der User, was er vom Formular erwarten kann.
  6. Außerdem könnte dein Verkaufsprozess von einer Dropdown-Liste profitieren, wo der User selbst die gewünschte Art der Dachdeckung aussucht.

Mit diesem Formular lässt sich kein Termin vereinbaren. Man kann nur einen Rückruf anfordern. Das solltest du im CTA klarstellen. Dann weiß ich sofort, dass ich einen Rückruf erwarten kann, wenn ich diesen anklicke. Vielleicht „Ruf mich an, um meinen kostenfreien Kostenvoranschlag zu vereinbaren.“

6. HootSuite

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Mist. Zu dieser Seite kann ich nicht viel sagen. Die ist einfach genial. Ich versuch’s trotzdem.

  1. Ich würde die Headline und Unterzeile anders herum testen: „Die ausgereiftesten & beliebtesten Social Tools der Welt 30 Tage kostenlos testen!“ als Headline und Info über Hootsuite in der Unterzeile.
  2. Der CTA-Bereich mit den zwei Aussagen kann vereinfacht werden. Ein Button mit dem Text „Meine 30-Tage Pro Testversion jetzt starten“ dürfte reichen. Hast du bemerkt, dass ich als Possessivpronomen „mein“ statt „dein“ verwende? Das Beispiel dieser Fallstudie über den Test von CTA-Texten zeigt, dass so eine kleine Änderung große Wirkung haben kann.
  3. Die Social Network-Liste sieht nach einer standardmäßigen Kundenliste (Referenzen) aus. Das sollen aber die Networks sein, die ich mit HootSuite verwalten kann. Ich würde die Management-Fähigkeit in einem Diagramm darstellen. Setz das HootSuite-Logo oder einen Screenshot in den Mittelpunkt und die Networks außen rum und verbinde sie miteinander. Außerdem würde ich testen, alle Networks anzuzeigen. Die wichtigsten würde ich dabei größer darstellen und die restlichen kleiner.

7. ConversionLab

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Landing Page von und für ConversionLab.

Super Landing Page. Sehr klar und deutlich komplett mit den fünf essentiellen Elementen einer Landing Page: USP, Hero Shot, Vorteile, Call To Action und Social Proof. Was ich davon halte:

  1. Hervorragende Headline. Mein Bedürfnis wird sofort erkannt (das ergibt sich ja bereits aus der Anzeige, die mich hierher geführt hat). Aber wenn du diese Frage bereits in der Anzeige stellst, wirkt sie hier dann doch etwas doppelt gemoppelt. Hier könntest du testen, ein Konversations-Momentum einzubringen. Das Konzept leuchtet ein – du trittst bereits in der Anzeige oder einer E-Mail in den Dialog mit dem User und nimmst den Faden in diesem Gespräch genau an der gegebenen Stelle auf. In diesem Fall kannst du zum Beispiel deine aktuelle Unterzeile direkt als Headline einsetzen: „Ich helfe dir, leistungsstarke Landing Pages in kürzester Zeit zu erstellen und zu managen!“
  2. Dein Name und deine Daten sind zu klein und schwer zu lesen.
  3. Ich neige zu einer Formularüberschrift aus einer anderen Perspektive. Wie wärs mit: „Brauchst du Hilfe mit deiner Landing Page?“ So steht das Ziel des Formulars fest und dein CTA erscheint gleich viel sinnvoller. Um noch mehr Klarheit zu schaffen, kannst du deinen CTA noch etwas optimieren: „Ja, bitte hilf mir mit meinen Landing Pages“.
  4. Inline-Formulare sind selten benutzerfreundlich. Gut, dein Formular sieht dadurch kürzer aus. Aber wenn mehrere Felder auszufüllen sind, verliert man leicht den Überblick, da das Label nach dem ersten Klick nicht mehr zu sehen ist. So muss der User zwischendurch immer wieder neben dem Feld klicken, um zu prüfen, was er denn gerade ausfüllt. Ich weiß, dass klingt albern. Aber es passiert mir ständig und es nervt.

8. Gainsight

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  1. Wer bewertet den Erfolg der Kundenerfolg-Lösungen? Du als Service oder ich als Benutzer des Produkts? Aus der Headline geht das nicht eindeutig hervor.
  2. Erst wenn ich den Text darunter lese, fängt es an zu dämmern, dass ich hier ein E-Book herunterladen soll. Ein Hero Shot des E-Books ist hier gefragt. Dann erkennt der Besucher auch den Sinn und Zweck dieser Seite. Diese E-Book Download Landing Page zeigt wie es geht.
  3. Die Headline sollte deutlich auf das E-Book hinweisen und die Vorteile der Lektüre erläutern.
  4. Schick die Social Media Buttons in die Wüste. Die sind an dieser Stelle völlig sinn- und zwecklos. Sinnlosigkeit ist negativer Social Proof. Auf der Bestätigungs-Seite oder im abschließenden Dialog kannst du gerne zum Teilen einladen, aber bitte nicht vorher.
  5. Leite mit einer Formular-Überschrift in das Formular ein. Bei meiner Landing-Page-Kritik Nr. 13 weiter unten zeige ich anhand einer Formular-Skizze, wie ein gutes Formular-Design aussieht.
  6. Am Ende der Seite stellst du bereits das Gainsight-Produkt vor. So weit bin ich noch gar nicht. Damit bringst du den User ins Schleudern. Eine Landing Page sollte sich auf ein einziges Ziel konzentrieren. Du könntest diese Beschreibung auf die Bestätigungs-Seite setzen (anstelle der Social Shares) und zu einem näheren Blick einladen. Oft ist auch das noch zu früh. Aber einen Versuch ist es wert. Vielleicht erzielst du damit bereits einige Signups.

9. One Hour Translation

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  1. Der Header-Text ist schwer zu lesen, weil er sich nicht vom dahinterliegenden Foto abhebt. Ich würde den Text auf einen dunkleren transparenten Hintergrund setzen – entweder in einem aufgesetzten Textfeld oder indem du das Bild direkt mit Photoshop bearbeitest.
  2. Das Formular-Callout lenkt ab und macht die Seite noch komplizierter. Zwei Stellen bieten sich an, um eine Demo anzubieten: entweder ein Kontrollkästchen im Formular oder auf der Bestätigungs-Seite.
  3. Mach dich breit! Auf der Seite ist alles so gedrängt und es macht wirklich keinen Spaß, sich da durchzuwurschteln. Etwas White Space wirkt Wunder – er schafft visuelle Klarheit und eine bessere Leseerfahrung.
  4. Formularbremse – Ist das Feld „Übersetzungsbedarf“ notwendig? Wenn nicht, würde ich es weglassen. So ist das Formular kürzer und der User muss sich nicht unnötig Gedanken über eine gute Antwort machen.
  5. Der CTA Text „Kontaktiere mich“ ist OK. Ich würde aber „Ruf mich zurück, um meinen Übersetzungsbedarf zu besprechen“ als Alternative testen.”
  6. Unglaubwürdig – Grammatikfehler in der Formularüberschrift überzeugen nicht. (Let us know what are your translation needs.).
  7. 24/7 Support reicht vollkommen aus. Im Moment brauche ich noch keine Hilfe. Die Telefonnummern sind also überflüssig.
  8. Welchen Zielmarkt visierst du an? Die Logos implizieren Großunternehmen. Kann ich den Service auch als Privatperson nutzen? Das solltest du klarstellen, selbst wenn du gezielt wirbst.

10. Geordie Shore

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Landing page von Social Garden

Jetzt wird’s interessant. Es handelt sich um die britische Version von Jersey Shore aus Newcastle, Nordengland. Das weiß ich, weil ich da geboren bin. Ja, ganz genau: Ich war ein Geordie bevor ich nach Schottland gezogen bin. Nehmt mir das bloß nicht übel.

Was ich denke:

  1. Die Headline stellt eindeutig dar, was ich erwarten kann, wenn ich an diesem Wettbewerb teilnehme, indem ich deine Unterkunft buche. Aber – wann findet dieses Event denn statt? Das steht hier nicht und ist ein riesiger Context-Fail. Vielleicht wissen viele User das bereits, wenn sie auf dieser Seite landen. Das jedoch vorauszusetzen ist gefährlich. Die Unterzeile bietet sich für diese Informationen an.
  2. Der CTA lautet „Jetzt frech werden“ und das ist ja auch ganz süß. Aber es sagt mir nicht, was eigentlich passiert. Etwas weniger clever, etwas mehr Klarheit – ist einen Test wert.
  3. Um den Wettbewerb und Preis zu untermauern bietet sich ein kleiner Subtext unter dem CTA an. So was wie „Klick diesen Button für deine Chance, ein Meet’n‘Greet mit Scotty T & Vicky zu gewinnen!“ Unten auf der Seite zeigt ein Image Slider die beiden Stars, die man dann treffen würde. Dafür gebe ich dem Angebots-Kontext einen Pluspunkt.
  4. Das Video am Anfang steckt den Rahmen wunderbar ab, sollte jedoch werbefrei gehostet sein. Momentan sehe ich da Retargeting-Anzeigen hinter der Headline. Es fällt nicht sofort ins Auge, lässt sich aber vermeiden.

Insgesamt eine gute Landing Page.

11. College ScholarSHIP

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  1. Der Nutzen des Angebots ist aus der Headline ersichtlich, dass es sich jedoch um eine Online-Universität handelt wird nicht erwähnt. Das Wort „Online“ findet sich unterhalb des Logos und ist sehr klein. Ich habe wie wild nach irgendeinem Hinweis gesucht, wo diese Universität denn nun ist.
  2. Es gibt Unmengen an Text und das auch noch in kleiner Schriftgröße. Ein paar Stichpunkte kämen dieser Seite auf jeden Fall zugute. Der zweite Absatz ließe sich dadurch besser überfliegen.
  3. Ich liebe die Formular-Überschrift. Sie zieht meine Aufmerksamkeit auf sich und teilt mir mit, wo ich mit der Seite interagieren kann.
  4. Die Farbabstimmung zwischen Formular-Überschrift und CTA sieht sehr gut aus, aber eine passende Kontrastfarbe wie orange würde sich besser hervorheben als grün.
  5. Ich würde wirklich gerne wissen, wo diese Kreuzfahrt genau stattfindet – zeig mir das auf der Karte.
  6. Es gibt keinen Link zu einer Datenschutzerklärung und das ist auf einem Lead Generierungs-Formular hochwichtig – vor allem, wenn die Inbound Source PPC ist. Google belohnt solche Links als Vertrauenssignal.
  7. Was mir richtig gut gefällt, ist das Wortspiel: „Ship“ im Wort „Scholarship“.” :)

12. SurfEasy

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Die Seite ist richtig gut. Viel kann ich hier nicht anmerken. Ein paar Kleinigkeiten.

  1. Ein glasklarer Leistungsanspruch in der Headline.
  2. Der CTA sollte sich farblich vom Rest der Seite abheben.
  3. Der Subtext unter dem CTA ist zu klein. Den kann ich kaum lesen.
  4. Ich habe keinen Schimmer, was dieses Foto von irgendeinem anonymen Kaffeetrinker soll. Ich nehme an, es soll eine Person sein, die sich entspannt und sich keine Sorgen macht. Vielleicht kann man das etwas persönlicher gestalten und die Person deutlicher zeigen.
  5. Die Headline über dem Video ist eine gute Idee. Den Teil „get up to speed“ (auf den neuesten Stand bringen) würde ich weglassen. Dann ist die Message klarer und weniger aufgebauscht und es spart deinen Besuchern unnötigen Leseaufwand.
  6. Hast du getestet, das Video ganz oben in der Haupt-Headline einzusetzen? Wenn nicht, würde ich das auf jeden Fall tun.

„Dein Internet. Deine Privatsphäre.“ Das klingt nach einer Floskel und schafft keinen Mehrwert..

13. Minuk Denture Clinic

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Landing page von Metric Marketing
  1. Die Headline vermittelt keinen echten Mehrwert. „Reden Sie mit uns über Ihre Zahnprothesen & Zahnimplantate.“ Warum sollte ich mit euch reden? Die Headline sollte zuerst den Schmerz ansprechen und dann auf das Gesprächsangebot vorbereiten.
  2. Die Formular-Überschrift ist etwas größenwahnsinnig und leitet den Zweck des Formulars nicht ein. Ich gestalte Landing Pages immer gerne von innen nach außen. Dabei stelle ich mir vor, dass es auf der Seite außer dem Formular nichts gibt. Schau dir mal das nachfolgende Diagramm an. Daran kannst du erkennen, dass das Formular eine eigene, vollständige Story vermitteln kann. Das Formular sollte beim Design deiner Seite an erster Stelle stehen.
  3. „Mehr herausfinden“ ist als CTA recht schwammig. Erfahre ich mehr darüber, wie Zahnprothesen mein Leben ändern können, oder über die Vorteile, die ich durch deinen Service erfahre?
  4. Wer bist du? Ich habe etwas länger gebraucht, um herauszufinden, dass du in Winnipeg bist (die Info habe ich dem Video-Titel entnommen). Deinen Standort solltest du irgendwo am Anfang der Seite hervorheben, um den User möglichst nicht zu verwirren.
  5. Worum gehts im Video? Beschreib das in einer Video-Überschrift und sag mir, warum ich mir das angucken sollte.


Bonus Tipp: Ein alleinstehendes Lead Generierungs-Formular konzipieren

Wenn du dein Formular so auslegst, dass es eine vollständige Story erzählt, kannst du deine Seite besser hierauf ausrichten. Um deine Story zu bestimmen, solltest du den Schmerz, den deine Kunden fühlen, und die Schmerzlinderung, die deine Lösung bietet, in Worte fassen.

Dein Formular sollte die folgenden Elemente umfassen:

  1. Eine Headline, die den Grund für das Formular vorstellt
  2. Eine stichpunktartige Beschreibung der Vorteile und des Contents, den der User nach dem Ausfüllen von dir erhält
  3. Aussagekräftige Formular-Felder (originelle Labels und Fragen erregen Aufmerksamkeit)
  4. Ein Call To Action
  5. Statements oder Links, die deine Vertrauenswürdigkeit bestätigen
  6. Ein Statement, das die Dringlichkeit oder den Kontext untermauert

high converting landing page Lead Gen Form

14. Online Nursing Diploma

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  1. Intuitiv fehlt mir auf dieser Seite die Identität der Schule.
  2. Die Intro ist hoffnungslos nichtssagend und inspiriert nicht. Deine Headline, Unterzeile und Intro sollten dein Alleinstellungsmerkmal hervorheben. Du musst kurz und prägnant erläutern, warum dieser Kurs anders ist.
  3. Zwei CTAs – Dein Link „Mehr lernen“ konkurriert mit dem primären CTA (Formular) um die Aufmerksamkeit. Entscheide dich.
  4. Unglückliches Formular – Dieser ganze Text ist bedeutungslos. Womit soll ich anfangen? Das musst du verdeutlichen. Das Formular ausfüllen? Nein. Ich will Mehrwert sehen, keine Anweisungen. „Anfrage absenden“ sagt mir nichts darüber, was passiert, wenn ich das anklicke. „Bitte ruf mich an!“ stellt es klar. Und in einem Subtext unter dem Button kannst du einen Anspruch formulieren: „Ein [Name] wird sich innerhalb von 24 Stunden melden.“ Vielleicht sogar „oder melde dich jetzt unter [Telefonnummer], um sofort loszulegen.“ So sprichst du ein eventuell dringendes Bedürfnis des Besuchers an. Gut, das ist auch ein zweiter CTA. Aber der veranlasst den Besucher nicht, die Seite zu verlassen.

15. LiveSource

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  1. Formular-orientiertes Design – Wie schon bei Nr. 13 erwähnt, lohnt es sich, das Formular alleinstehend zu betrachten. Wenn du dir vorstellst, es gäbe außer dem Formular nichts weiter auf der Seite, wird deutlich, dass es in keinster Weise beschreibt, was der User erhält und warum es ihn interessieren sollte. Ich würde mich voll und ganz auf diesen Aspekt konzentrieren, bis du deine Formular-Überschrift, Intro, Stichpunkte und deinen CTA festgelegt hast und genau vor Augen hast, worum es auf dieser Seite eigentlich geht. Dann konzipierst du den Rest der Seite – aufbauend auf deinem neuen Formular.
  2. Social Share Buttons müssen weg. Also zu diesem Zeitpunkt schert sich niemand um dich. Und ganz so selbstlos sind deine Besucher auch nicht, dass sie nur aus der Güte ihres Herzens deine Seite teilen. Es handelt sich um eine Lead Generierungs-Seite. Also setzt du deine Social Share Buttons auf die Bestätigungs-Seite und forderst erst nach dem Ausfüllen zum Teilen auf.
  3. Lösch die fünf Links in der Fußzeile. Die lenken unnötigerweise und steigern den Aufmerksamkeits-Quotient (Attention Ratio) über den Idealwert von 1:1.
  4. Ein kleiner Einblick in das E-Book macht sich hier gut. Lass deine User mal reinschnuppern. Hier eine gelungene E-Book-Vorschau. So schaffst du Glaubwürdigkeit für deine Seite. Momentan ist die nämlich nicht vorhanden. Eine andere Alternative wäre, eine Referenz eines zufriedenen Lesers einzubinden.
  5. Visuell gesehen würde ich das Design umdrehen, sodass der gesamte Content auf dem weißen Hintergrund links erscheint. Mit der grauen Fläche kannst du dann das Formular auf der rechten Seite einfassen. Das fördert das Lese-Erlebnis, denn diese farbliche Abgrenzung dient als visueller Leitfaden und man springt nicht ständig von einer Seite zur anderen.
  6. Oh, und bitte den Apostroph bei „organization‘s“ nicht vergessen!

16. American Metal Market

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  1. Gut, ich weiß, dass ich nicht Teil der Zielgruppe bin. Aber „Shredding Muscle“ hört sich nach einem zweifelhaften Fitness-Programm an. Oder irgendeinem Nahrungsergänzungsmittel.
  2. Füllt wirklich irgendwer ein 4-Felder Formular aus, um auf eine Infografik zuzugreifen? Ich wäre schockiert. Infografiken sind eigentlich immer kostenfrei und unbeschränkt verfügbar. Außerdem sind sie passé. Ich würde mich auf die E-Mail-Adresse beschränken.
  3. Statt dem Kran im Hintergrund, könntest du einen Teil deiner Infografik als Vorschau einbinden. So kann sich der User bereits auf den Content freuen. Du steigerst das Verlangen und das Vertrauen in deine Kompetenz, qualitativ hochwertigen Content zu liefern.
  4. Wo sind die Statistiken? Infografiken drehen sich in der Regel um Statistiken. Statt dem User diesen ganzen Text vorzusetzen (der ohnehin nicht gelesen wird), solltest du ein paar kühne und klare Statements vorbringen, über die der User unbedingt mehr erfahren will.
  5. Ich verstehe wirklich nicht, was deine Anschrift hier soll. Das ist auf einer Landing Page völlig unangebracht.

17. 24hr Challenge

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Ähh, was?

  1. „24hr Tolerations Free Life Challenge.“ Was zum Teufel soll das bedeuten? Erst wenn ich in das Video reinhöre, begreife ich, wie diese Worte aufgegliedert sein sollten und das ist für die Bedeutung ausschlaggebend: Die Herausforderung, (24 Stunden lang) ein Leben frei von Duldungsstress zu führen. Das geht aus der Headline so aber nicht hervor. Da kann man ebenso herauslesen „die Herausforderung des Lebens, (innerhalb von 24 Stunden) frei von Duldungsstress zu sein“.
  2. Ja. Du musst davon ausgehen, dass der User das Video nicht anschaut und deine Seite dementsprechend gestalten. Ist es ein Spiel? Ein Workshop? Wie funktioniert diese Herausforderung? Mit einer Kurzbeschreibung und ein paar Stichpunkten kannst du hier ganz einfach Klarheit schaffen.
  3. OK, ich überfliege mal kurz die Seite, um zu sehen, wie einleuchtend der Text insgesamt ist: „24 Std. Tolerations Challenge – Kick-Off beginnt – $97 wert! Hier registrieren und gratis spielen! Bei der Challenge mitmachen! Ein Tag. Ein Spiel. Lebenslange Ergebnisse.“ Nun frag dich bitte mal ob das irgendetwas erklärt. Tut es nicht. Und diese Unklarheit schlägt sich in deinen Conversion Rates nieder. Den Text für diese Seite musst du neu verfassen, sodass er auch ohne das Video sinnvoll ist.

18. IQ Auto Buyers

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Diese Seite gefällt mir ziemlich gut. Meine ersten Gedanken:

  1. Der CTA „Gratis-Angebot erhalten“ ergibt für sich genommen wenig Sinn. Um was für ein Angebot geht es hier? Irgendein Sonderangebot? Sehr schwammig. So was wie „Ich will wissen, wie viel du mir für mein Motorrad zahlst!“ wäre viel passender.
  2. Die drei Stichpunkte sind klar und schlüssig. Trotzdem würde ich den zweiten noch deutlicher formulieren: „Wir machen dir ein Angebot.“
  3. Die gelb unterlegte Beschreibung liest sich recht gut. Der User muss aber erst einmal zum Lesen bewegt werden. Da helfen ein paar kleine Tricks: Etwas White Space (Weißraum) um den Text herum, sodass es weniger gedrängt aussieht. Größere Schriftgröße. Und dann versuch das Gleiche in 30% weniger Wörtern zu sagen.
  4. Demografie? Passen diese Fotos wirklich zum Produkt? Rezensionen sind ohnehin selten glaubwürdig. In diesem Fall bin ich aber wirklich nicht überzeugt, dass es sich bei diesen drei Personen um Motorrad-Fans handelt!
  5. Das Jahr in der Fußzeile möchte auch gern aktualisiert werden. Wir schreiben inzwischen 2015. :)

19. Budget Dumpster

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  1. Schwacher CTA: „Mein kostenfreies Angebot erhalten“ könnte einschlägiger formuliert sein. „Mein kostenfreies Mietpreisangebot für Container erhalten“ ist etwas deutlicher.
  2. Mehrdeutige Formularfelder – „Containergröße“ setzt zu viel Wissen seitens deiner User voraus. Die Button-Labels „X Yard“ haben wohl irgendwas mit der Containerlänge zu tun (nehme ich jetzt mal an). Ich kann mir aber wirklich nichts darunter vorstellen. Und warum kann ich mehrere Größen anwählen? Umzugsunternehmen lösen das oft ganz geschickt. Hier wird meist das passende Volumen anhand der Wohnungsgröße ausgedrückt. Der Kunde kann Angaben wie „kleine 1-Zimmer Wohnung“ viel einfacher auf seine Situation anwenden und so die erforderliche LKW-Größe bestimmen.
  3. Das nächste Feld – „Inhalt“ – bietet nur drei Optionen. Und wenn mein Abfall nicht in diese Kategorien fällt? Kann ich dann keinen Container mieten? Biete die zusätzliche Option „Sonstiges“ an, sodass sich der Besucher nicht selbst disqualifiziert.
  4. Zu viele Optionen. Am Ende der Seite stehe ich auf einmal vor einer viel zu großen Auswahl an Handlungsoptionen. Anrufen, Webseite besuchen und in der Social Media teilen. Diese Erfahrung muss viel zielgerichteter sein. Wenn dir viel an einem Anruf liegt, kannst du im unteren Abschnitt die beiden Möglichkeiten „Kostenfreies Online-Angebot erhalten“ und „Ruf uns unter 1-800-bud-dump an“ zur Wahl stellen.
  5. Die Headline spricht das von dir gelöste Problem nicht an. Mit „Fühl dich herrlich“ schöpfst du diese erstklassige Position nicht voll aus und diese ganze Einladungsgeschichte erweckt den Eindruck, es ginge um ein Event. Gute Headlines sind wohldurchdacht. Finde heraus, welche Ausdrücke deine Bestandskunden verwenden, wenn sie den Unterschied beschreiben, den dein Produkt in ihrem Leben gemacht hat. Und genau das sprichst du dann mit deiner Headline an.

20. Budget Dumpster 2

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Interessant. Das gleiche Unternehmen, aber mit einer völlig anderen Landing Page.Ich schalte mal wieder den Überflieger-Modus ein und konsultiere den Bullshit-Detector. Dann liest sich die Seite so:

„Budget Dumpster 24/7 kontaktieren – Mietangebot für Container erhalten – Los – Mehr als nur Geld sparen – 5$ Rabatt – Sieh selbst, wie einfach es sein kann – Einfach, schnell, bequem! – Besuch unsere Webseite.“

  1. Null Vorteile in der Headline. Ein Kontaktaufnahme-Statement als Headline ist ziemlich schwach und bizarr. Die zweite Überschrift ist einschlägiger und verdeutlicht Sinn und Zweck der Seite. Die könntest du vielleicht als Headline benutzen.
  2. Warum sehe ich hier ein Handy? Zeigst du hier ein iPhone und Macbook Pro, um anzudeuten, dass ich mich jederzeit bei dir melden kann? Also, die Technologie dahinter ist mir echt schnurzpiepegal. Wo kann ich den Container sehen? Von dem möchte ich mir gerne ein Bild machen!
  3. Was spare ich außerdem? Ich will das nicht erst erfahren, wenn ich den Text lese. Sag mir in dieser Headline klipp und klar, was ich spare. „Spare Zeit, Geld und Nerven – lass die Deponie zu dir kommen.“
  4. Die Headlines der einzelnen Abschnitte müssen alleinstehend funktionieren. Zurück zum Überfliegen. Denk daran, dass jede der Headlines auch im Alleingang überzeugen muss. „Sieh selbst, wie einfach es sein kann“ kannst du zum Beispiel so umformulieren: „Sieh selbst, wie einfach du deinen Müll entfernen kannst.“

21. Onboardly

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  1. Verwirrender Header – Auf die Schnelle lässt sich der Font nur schwer lesen. Das erste, was mir durch den Kopf schießt, wenn ich auf dieser Seite lande, ist: „Törtchen!“ Du musst meine Gedanken viel schneller in die richtigen Bahnen lenken. Die Headline ist eindeutig, steht aber an dritter Stelle – hinter dem überflüssigen Statement „Content Marketing“ und dem kaum-zu-entziffernden Rosetten-Dings.
  2. Zeigen statt reden. Die Intro liest sich wie ein langweiliger Blog-Post. „Content Marketing wird immer…“ Nicht wird. Es IST! Du bist Experte? Das musst du auch zum Ausdruck bringen, damit der User glaubt, dass das E-Book wertvoll ist. Setz auf den FOMO (Fear of missing out – Verlustaversion): „Es ist unerlässlich. Machst du das schon? Machst du es richtig?“
  3. Lernen ist schwer. Nur eine kleine Änderung, aber sie gibt dir die Autorität des Sachkundigen: „Wir zeigen dir…“ statt „Du lernst, wie…“.
  4. Wer ist WPCurve? Warum soll ich eventuell E-Mails von einem Unternehmen im WordPress-Bereich erhalten? Du lässt den User zu einer anderen Seite durchklicken, die nicht mit deiner in Verbindung steht? Wenn WPCurve Teil dieser Kampagne ist, musst du die Marke besser vorstellen.
  5. Ich bin eigentlich immer dafür, Social Sharing Buttons auf die Bestätigungs-Seite zu setzen. In diesem Fall machen sich die Zahlen gar nicht mal so schlecht. Der zusätzliche Social Proof bringt eventuell mehr Nutzen, als du durch die Ablenkung einbüßt. Wähle deine Networks jedoch vorsichtig. Deine Besucher scheinen in erster Linie auf Facebook zu teilen. Ich würde also die beiden anderen weglassen und nur zum Teilen auf Facebook auffordern (aber nur, wenn deine Analytics bestätigen, dass Facebook-Besucher auch konvertieren).
  6. Ich habe die Seite zum Abschluss noch einmal überflogen und die Augen zusammengekniffen, um die Tagline lesen zu können. Dabei habe ich dann auch das WPCurve Co-Branding entdeckt. Das reicht nicht. Und es erklärt auch immer noch nicht, warum die dabei sind.

22. 360 Finance

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OK! Ein letzter Hieb. Dann wollen wir mal an der Wahrheit nicht sparen!

  1. Unschlagbar. „Wir schlagen jedes schriftliche Angebot. Garantiert.“ Angebot für was? Ich biete dieses tolle Zitat an: „Was mich nicht umbringt, macht mich stärker.“ Kannst du das schlagen? Also, bitte. Die Headline braucht ein wenig Kontext. Was bietest du an?
  2. Wir arbeiten mit jedem. „Wir arbeiten mit bankgebundenen und unabhängigen Kapitalgebern.“ Also mit allen möglichen Kapitalgebern? Ist das eine wertsteigernde Aussage?
  3. „Finde heute noch heraus, wie und warum.“ Das soll ich also selbst herausfinden. Warum konzentrierst du dich nicht einfach darauf, mir ein Angebot zu unterbreiten? (Das ist doch Sinn und Zweck der Seite, oder?) Behalte dein Ziel im Auge und füge nur Wörter hinzu, die auch einen echten Mehrwert schaffen.
  4. Geht es um Kfz-Versicherungen? Der Hero Shot deutet darauf hin, dass es irgendwas mit Autos zu tun hat. Aber… uuaarrgghh. Ich finde mich auf dieser Seite wirklich nicht zurecht.
  5. Security Badge ist wenig hilfreich – Das Sicherheitssiegel sticht mehr hervor als der CTA. Dazu kommt noch der Link zu den Infos über SSL-Zertifikate da drunter. Das interessiert doch keinen. Wenn der User bisher noch keine Chance hatte, über etwas nachzudenken, solltest du ihn nicht per Link dazu anhalten. Ich sollte doch über dein Angebot (was auch immer das ist) nachdenken. Jetzt habe ich aber SSL im Kopf.
  6. Die Referenzen wirken unecht. Das Problem sieht man häufig und leicht zu beheben ist es nicht. Frag dich, ob du ein Formular ausfüllen würdest, weil Karla & Ben meinen, es sei empfehlenswert.
  7. Logos – Stellen diese Logos deine Kunden oder deine Kreditgeber dar? Leite Logos immer mit einem Statement ein und erläutere, warum du sie zeigst.
  8. Unleserlicher Text – Der weiße Text auf dem unscharfen Bild ist schwer zu lesen. Ich würde das Foto ehrlich gesagt ganz weglassen. Es verwirrt ohnehin nur.

Wow, das war ein brutales Finale für meine Landing Page Rezensionen!

Ich hoffe, diese Kommentare spornen dich an, deine eigenen Landing Pages unverschämt offen zu beurteilen, und geben dir ein paar Impulse für deinen nächsten A/B-Test.

Liebe Designer der besprochenen Seiten: Nicht vergessen – all meine Kommentare kommen von Herzen!

Ich liebe deine Landing Page

Cheers,

— Oli Gardner

Unser Unbouncer Ben Harmanus hat den Beitrag für unseren deutschen Blog angepasst. 

Fragen oder Anregungen kannst du wahlweise an Oli (Englisch) oder Ben Harmanus (Deutsch) richten.

Über Oli Gardner
Oli ist ein Mitgründer von Unbounce. Er hat mehr Landing Pages gesehen als jeder andere Mensch auf diesem Planeten. Oli ist ein eigensinniger Blogger und auf der internationalen Bühne unterwegs, um über Conversion Centered & Attention Driven Design zu sprechen. Verbinde dich mit ihm auf Twitter
» Mehr Blog Posts von
  • Tim

    Zunächst super, dass es jetzt auch einen dt. Unbounce-Blog gibt!

    Genial wären daher auch Reviews zu Landing Pages von deutschen Seiten. Die sind ja oftmals von Stil, Aufbau und Struktur, aber auch vor allem vom Wording etwas anders konzipiert.

    • Ben Harmanus

      Hallo Tim,
      freut mich, dass der dt. Unbounce Blog so gut angenommen wird. Die Reviews zu dt. Seiten kommen garantiert.
      Ich habe in diesem Artikel schon einige Seiten unter die Lupe genommen:
      http://unbounce.com/de/content-marketing-de/social-media-landing-page-message-match/
      Und morgen im Webinar mit Optimizely sind weitere Beispiele an der Reihe:
      http://webinar.unbounce.com/conversion-centered-design-und-ab-tests/

      Ich verstehe jedoch, dass du dir einen ähnlichen wie diesen hier von Oli wünscht. Keine Sorge: Ich sitze schon dran – bitte gedulde dich noch etwas. :)

      Viele Grüße und tausend Dank für dein hilfreiches Feedback!

      Ben

      • Tim

        Ich bin gespannt, aber das hört sich doch schon mal gut an! :-)

        • Ben Harmanus

          Ich habe auch nichts dagegen, wenn mir dedizierte Landing Pages zugeschickt werden. ;)
          Ich finde es mitunter herausfordernd, überhaupt LPs zu finden, die komplett losgelöst von der Homepage existieren.

          Grüße, Ben

  • Herzlichen Dank an Dich, Oli und vor Allem auch an Die mutigen Leute, die Ihre LPs zur Analyse frei gegeben haben!
    An echten Beispielen lernt es sich am besten.
    Ich freue mich auf Euren Newsletter.
    Herzliche Grüße,
    Lita

    • Ben Harmanus

      Hallo Lita,

      da kann ich dir nur zustimmen. Es gehört wirklich etwas dazu, wenn man seine Landing Page öffentlich der Kritik aussetzt. Es ist aber auch hilfreich – für den Ersteller und andere Marketer.

      Viel Spaß mit unserem Newsletter – Anregungen erwünscht!

      Grüße, Ben